„Wer nicht zahlt, wird nicht spielen!“

Diese Bilder aus der vergangenen Saison sollen beim SVS Mesopotamien möglichst der Vergangenheit angehören. Foto: düse

Trainer Peter Caspar geht beim SVS Mesopotamien neue Wege

W. Düse, Hamburg Süd
Die Fußball-Bezirksliga Süd ist bekanntlich der zuverlässigste Schlagzeilenproduzent im Hamburger Amateurfußball. Schon ein flüchtiger Blick allein in die Statistik der Platzverweise vor dem fünften Spieltag bestätigt den Ruf: Mit sechs Gelb-Roten und vier Roten Karten hat die „Süd“ die West-Staffel (zwei und eine), die Ost-Staffel (zwei und zwei) und auch die Nord-Staffel (neunmal Gelb-Rot) bereits abgehängt.
Jetzt hat sie auch im Bereich „Trainer“ Fahrt aufgenommen. So hat nach einem Bericht des Internet-Portals „FussiFreunde“ Trainer Mehmet Karakus beim Aufsteiger FC Musa nach nur vier Spielen und einem miserablen Saisonstart das Handtuch geworfen. Musas Präsident Sami Musa vermutet „private Gründe“ für diesen Schritt. Gleichzeitig soll die halbe Mannschaft dem Klub ebenfalls den Rücken gekehrt haben. Ein weiterer herber Schlag, nachdem bereits eine neu gebildete zweite Mannschaft mangels Masse zu Saisonbeginn wieder aufgelöst worden war.

Disziplinfanatiker Peter Caspar bei „Meso“

Einige der Spieler, die den FC Musa nun wieder verlassen haben, waren vom SVS Mesopotamien zu den Neugrabenern gewechselt. Kein Geheimnis ist, dass sich der an der Außenmühle beheimatete Verein in den zurückliegenden Jahren zu einem Sinnbild für Disziplinlosigkeiten jeglicher Art auf und neben dem Spielfeld entwickelt hat. Aus diesem Grund hat sich Trainer Peter Caspar, bekanntlich ein Disziplinfanatiker par excellence, mit Rückendeckung des Vorstands zu ungewöhnlichen Maßnahmen entschlossen.
„Wir haben unsere disziplinarischen Vorgaben stark angezogen“, so Caspar. Dazu gehört ein umfangreicher Strafkatalog. Um den zu rechtfertigen, hat Caspar sich die Mühe gemacht, die Geldstrafen jeglicher Art zusammenzuzählen, die der Verein in der abgelaufenen Spielzeit an den Verband zahlen musste. Dabei ist die für einen so kleinen Verein erstaunliche Summe von mehreren Tausend Euro zusammengekommen.
Und weil finanzielle Argumente immer ziehen, werden Strafen zukünftig an die Spieler weitergegeben. „Und wer nicht zahlt, wird nicht spielen. Auch, wenn wir dadurch bereits personelle Probleme bekommen haben“, sagt Caspar. „Es ist bei uns aber schon besser geworden, und ich bin guter Dinge, dass es auch so bleibt.“ Das wäre dann eine weitere Süd-Schlagzeile: Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
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