Warten auf das erste Semester

Studium in Koblenz? Mia Meyer hat sich noch mal auf den letzten Drücker beworben.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Ab und an kreisen Gedanken in meinem Kopf, wie es wohl wäre jetzt auch schon zu den Studierenden im ersten Semester zu gehören. Nach der Schule war ich mir sicher, nicht gleich studieren zu wollen und erst einmal eine Auszeit zu nehmen, um die neugewonnene Freizeit zu genießen. Zu dem Zeitpunkt war ich allerdings auch noch der festen Überzeugung, mit dem Leistungssport Rudern weiter zu machen.
Es stellte sich jedoch anders heraus und so habe ich neben einem Volontariat in einer PR-Agentur noch relativ viel Freiraum in meinem Tagesplan. Jahrelang war ich das Gegenteil gewohnt. Vor einigen Wochen bemerkte ich plötzlich das Bedürfnis, endlich mit etwas anzufangen, mir selbst einen Weg vorzugeben, eine Richtung, in die ich beruflich möchte. Im Internet bin ich auf die Studienplatzbörse gestoßen. Dort werden nach Bewerbungsschluss noch Studienplätze bekannt gegeben, in denen es zu wenige Bewerber gab und daher Nachrückverfahren eingeleitet werden. Zufälligerweise gab es noch einen Germanistikstudiengang in Verbindung mit Ökonomie und Management in Koblenz, für den ich mich interessierte. Ich füllte die Onlinebewerbung aus, ließ mein Abiturzeugnis beglaubigen und schickte auch eine schriftliche Bewerbung an die Uni. Als ich nach zehn Tagen immer noch keine Rückmeldung erhalten hatte, rief ich bei der Uni an und mir wurde gesagt, ein Teil der Bewerbung ist nicht angekommen und kann daher nicht berücksichtigt werden.
Ärgerlich, ich musste mich damit abfinden, dass es zu dem bereits begonnenen Semester auf jeden Fall nichts mehr mit einem Studium wird. Vielleicht war der Plan auch etwas zu kurzfristig. Wenn ich ernsthaft darüber nachdenke, verschlägt es mich auch nicht unbedingt nach Koblenz. Ich bin in der Großstadt aufgewachsen und da wird es mich auch in Zukunft hinziehen.

Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ehemalige Leistungssportlerin im Rudern. Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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