Veddel United: Hoffen auf die Sensation

Das Kreisklassenteam von Veddel United möchte Oberligist FC Süderelbe das Siegen schwer machen.. Foto: pr

Fußball: Erste Runde des Oddset-Pokals startet

Von Rainer Ponik und Waldemar Düse. Beginnt die neue Fußballsaison mit der ersten Pokalrunde, ist die Zeit für die Neugierigen gekommen.. Zwei Südklubs haben in dieser Hinsicht das große Los im Oddset-Pokal gezogen.
Seit den Landesligazeiten unter Trainer Lothar Dittmer verirren sich nur noch sehr selten leibhaftige Ex-Profis an den Alten Postweg. Nun hat der Bostelbeker SV aber den SC Victoria, Hamburgs „gefühlte“ Nummer drei, gezogen. Und damit die Chance, mit Ex-St.Pauli-Torjäger Marius Ebbers eventuell einen ehemaligen Berufsfußballer in Aktion zu sehen.
Neugier wird auch der organisierte Anhang des Klubs von der Hoheluft wecken. „Nord-kaos Hamburg“ nennt er sich. Das hört sich gefährlicher an als sich die rührige Gruppe in feiner Selbstironie benannt hat. Sie positioniert sich öffentlich gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus, betreibt eine eigene Internetseite, gibt ein eigenes Heftchen heraus und „supportet“ ansonsten in jeder Beziehung den eigenen Klub.

Oberligist Altona 93 kommt zum Opferberg

In jeder Beziehung anders wird es auch beim Kreisligisten HNT zugehen, der mit Altona 93 ebenfalls einen Oberligisten gezogen hat. Auch die Altonaer sind bekannt für ihre zahlreichen Anhänger.
An der noch heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn in Bahrenfeld sind sie aufgeteilt in Gegengerade, „Meckerecke“ und „Zeckenhügel“. Lautstark und trinkfreudig werden die „bunten“ Fans, viele von ihnen „Ex-St.
Paulianer“ auch am Opferberg ihre Mannschaft unterstützen und Eindruck hinterlassen.
Unter dem neuen Vereinsnamen FC Veddel United tritt das Kreisklassenteam, das bis vor zwei Jahren noch für Vatan Gücü kickte, gegen den FC Süderelbe an. Vatan Gücü sorgte 2011 für eine Pokalsensation, als es Oberligist Altona 93 in der ersten Runde mit 2:1 besiegte und aus dem Wettbewerb warf.
Neugierde auf einen weiteren Oberligisten weckt auch die Vorbereitungszeit des FC Süderelbe. Wie verkraftet die Mannschaft den Kreuzbandriss von Boris Shtarbev, einer der zentralen Figuren der Spielidee des Trainergespanns Jean-Pierre Richter/Peter Lascheit.
Da nimmt sich die Verletzung von Neuzugang Alexander Mucunski aus dem Harburg-Pokalfinale noch vergleichsweise klein aus. Da passt es wunderbar, dass der zum West-Regionalligisten SC Wiedenbrück gewechselte Murat Karaaslan wahrscheinlich zeitweise „rückverliehen“ wird, um bis zum Winter bei seinem alten Klub Spielpraxis sammeln zu können.
Auf die verzichtet Türksport in der ersten Runde gegen den Oberligisten BSV Buxtehude aus „Personalnot“. Dass macht neugierig darauf, wie es an der Baererstraße weitergeht.
Landesligist Kosova muss indes nach Groß Flottbek reisen und trifft dort um 12 Uhr an der Wilhelmshöh (Notkestraße 89) auf den BSV 19. Die Elf von Thorsten Beyer und Ingo Brussolo ist gegen den letztjährigen Kreisligasiebten trotz des ungewohnten Grandplatzes klarer Favorit.

Oddset Pokal
Sonntag, 26. Juli, 15 Uhr:
Harburger SC – Este 06/70, Ehestorfer Weg; Harburger Türksport – BSV Buxtehude, Baererstraße; TuS Finkenwerder – Rot-Weiß Wilhelmsburg, Finksweg; Grün-Weiß Harburg – Viktoria Harburg, Marienkäferweg; ESV Einigkeit – SVS Mesopotamien, Dratelnstraße; Vorwärts Ost – Moorburger TSV, Rahmwerder Straße. Bereits um 12 Uhr beginnt die Partie FC Bingöl – Harburger TB (Slomanstraße).
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