Unternehmungslust statt Überlebenskunst

Im Abistress: Mia Meyer.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze im neuen Jahr. Das, was 2011 nicht ganz optimal gelaufen ist versucht man für das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Und dabei stellt man meist schon vor dem Jahresende fest, die Ziele vielleicht doch etwas zu hoch gesteckt zu haben.
Schon wenige Stunden nach dem Countdown ins neue Jahr wurde mir klar, dass es besonders in den Ferien ziemlich hart ist, meine Vorhaben in die Tat umzusetzen. Neujahr sollte der Stichtag für den Beginn meiner Abi-turvorbereitungen sein. Denn nach den Ferien startet die letzte Unterrichtswoche vor den Prüfungen, die man für Fragen an die Fachlehrer nutzen sollte.
Aber anstatt mit dem Lernen zu beginnen, stand ich lieber am frühen Nachmittag auf und ging anschließend zum Training. Und auch in den nächsten Tagen verabredete ich mich oft mit Freunden und holte all den Schlaf nach, der in der Schulzeit oft etwas zu kurz kam, sodass zum Lernen beim besten Willen keine Zeit blieb.
Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem man sich einfach zwingen muss, seine Vorsätze umzusetzen. Und auf diesem Gebiet habe ich als Leis-tungssportlerin bestimmt einen kleinen Vorteil. Das Training macht nicht immer Spaß und sich bei jedem Wetter und in jeder Stimmung aufzuraffen und an die Süderelbe zu fahren ist nicht gerade ein Vergnügen. Auch in einem Rennen gilt es, sich an seine Grenzen und gegebenenfalls auch darüber hinaus zu bewegen. Mit dem Wissen, diese Situationen meistern zu können, fällt es mir dann schon gleich ein Stück leichter, mich mit Überlebenskünstlern der deutschen Literaturgeschichte zu beschäftigen.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochen-ende.
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