Und ewig grüßt das Murmeltier

Schon die zweite Saison da – Sascha de la Cuesta ist beim FC Türkiye bereits eine Konstante. Foto: Düse

Der FC Türkiye und der SV Wilhelmsburg haben ihre Teams kräftig durchgetauscht.

Von Waldemar Düse. In der Vorbereitungsphase auf die neue Fußball-Saison ist die Weltmeisterschaft ein Segen. Beispielsweise für Wilhelmsburger Klubs aus der Fußball-Landesliga oder Bezirksliga. Sie lenkt ab von dem, was man selbst tut.
Gerade hat der Landesligist FC Türkiye den Harburg-Pokal gewonnen. Mit einer Aufstellung, die nur noch entfernt an die der gerade abgelaufenen Saison erinnert. Wieder einmal ist nach dem Verpassen hochgesteckter Saisonziele (Oberliga-Aufstieg) der Kader weitgehend ausgewechselt worden. Um nur einige zu nennen: Christian Fuchs,
Kadim Yildiz und Deniz Bekler sind zum Landesliga-Aufsteiger Dersimspor gewechselt, Ersatzkeeper Ken Kreuzfeld ist zu Concordia zurückgekehrt. Gekommen sind mehr als ein Dutzend Neue.
„Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht“, hatte Trainer Ercan Demir das Kommen und Gehen noch Anfang Juni kommentiert. Ende Juni war er dann schon nicht mehr Trainer – Trennung in „beiderseitigem Einvernehmen“. Demir hatte im März von Manager Klaus Klock übernommen, nachdem dieser im Oktober 2013 von Teodore Fici übernommen hatte.
Um die Ecke beim Landesliga-Absteiger SV Wilhelmsburg scheint man das Treiben an der Landesgrenze aufmerksam verfolgt zu haben. War der Vogelhüttendeich bislang so etwas wie ein Biotop der Bodenständigkeit, scheint mit der Verpflichtung von Trainer Alexander Reckewell eine Zeitenwende gekommen zu sein.
Der Ex-HSC-Coach, der seinen Co-Trainer Ishan Calisgüven und Torwart-Trainer Marco Celko gleich mitgebracht hat, versucht einen „Neuanfang“, auch einen persönlichen. Bei seinen beiden letzten Klubs am Rabenstein und in Mümmelmannsberg hat er die Kader kräftig durchgetauscht. Für den „Neuanfang“ hat er u.a. seine ehemaligen Spieler Bezhan Herawi, Oliver Jekutsch, Aron Kolako, Marco Löffke, Daniel Nihad Weber und Serdar Yilmaz mitgebracht.
Aber es könnte ja auch klappen. Wer hätte schon gedacht, dass Brasilien im Halbfinale von der DFB-Auswahl nach allen Regeln der Kunst filetiert wird. Gewettet haben darauf in Brasilien nur zwei Zocker. Aber vom Zocken ist man auf der Elbinsel dann doch noch weit entfernt.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.