Transfertheater in der Landesliga

Viel Rauch um nichts? Klaus Klock hat wieder einmal Dampf abgelassen. Foto: Düse

Fußball: Südklubs streiten über Ablösesummen.

Von Waldemar Düse. Die Zeit der Hallenturniere neigt sich Ende Januar ihrem Ende entgegen, es sind aber noch drei Wochen bis zum Start der Fußball-Restserie. Womit also sein Publikum unterhalten? Einen ganz besonderen Beitrag gegen die Langeweile leisten seit Tagen einige Südklubs der Landesliga Hansa.
Beteiligt am Transfertheater sind der FC Türkiye, der Klub Kosova und Dersimspor, weiterhin die Akteure Abdessamad Erbibi (SV Eidelstedt), Serhat Cayir (Dersimspor), Lamin Jawla (SC Condor) und Vasco Zawada (Kosova). Alle vier hat der FC Türkiye in der Winterpause als Zugänge vermeldet. An den abgebenden Vereinen vorbei, so lautet jedenfalls deren teils harsche Kritik. Mit den Klubs sei über die jeweiligen Wechsel nicht gesprochen worden. Glaubt man Dersimspors sportlichem Leiter Serdar Gümüs, hat dieses Verhalten im Fall Cayir dessen Ablöse spürbar erhöht. Auch im Fall Vasco Zawada soll es um die Höhe der Ablöse gehen.
Dass sich die betreffenden Vereine jeweils Unfähigkeit ihrer Entscheider vorgeworfen haben, scheint ein unverzichtbarer Bestandteil der Aufführung zu sein.
Die Vorwürfe seiner „Nachbarvereine“ will der FC Türkiye auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Zunächst habe nicht der Verein die Spieler angesprochen, sondern die hätten von sich aus die Initiative ergriffen und den FC Türkiye angesprochen. Türkiyes „Manager“ Klaus Klock sieht den Klub als Opfer. Dem Verein werde ein grundsätzlich negatives Image angehängt. Man habe sich nichts vorzuwerfen. Der Konter von Kosovas starkem Mann Arton Mazrekaj kam postwendend, nach dem Motto „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“
Zurück zu anderen Aspekten des Tagesgeschäfts: Der abstiegsbedrohte Aufsteiger Dersimspor hat als Nachfolger für Frank Gläser, von dem man sich an der Baererstraße im Dezember getrennt hatte, Mehmet Karakus vom Bezirksligisten Kurdistan Welat verpflichtet.
Durch einen „Dreier“ am grauen Resopaltisch des Sportgerichts ist Nikola Tesla an Kurdistan vorbeigezogen. Aus der 3:4-Niederlage gegen den FC Türkiye II machte der HFV ein 3:0. Türkiye hatte vier nicht-spielberechtigte Akteure aus der Landesligamannschaft eingesetzt.
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