Trainer oder Familienvater?

Auf welcher Trainerbank Tayfun Demir in der neuen Saison Platz nimmt, ist noch nicht klar. Foto: Düse

Fußball: Ob Tayfun Demir beim Moorburger TSV bleibt, ist ungewiss

Von Waldemar Düse. Das Niemandsland der Fußball-Kreisliga 1 ist riesig und reicht von Platz drei bis hinunter zu Platz elf. Nichts mehr mit dem Aufstieg oder dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun zu haben, ist auch eine Charakterschulung. Wie präsentiert man sich im Wettbewerb um „Die Goldene Ananas“, wenn man eigentlich scharf gewürzte Pfeffersteaks bevorzugt?
„Ich möchte die Saison ordentlich zu Ende bringen“, hofft Tayfun Demir auf einen guten Charakter seiner Mannschaft. Der Moorburger TSV hat von den drei Partien nach der Winterpause noch keine gewonnen und sich auf Tabellenposition sechs eingerichtet. „Das waren keine erfreulichen Ergebnisse. Weil nach oben und nach unten nichts mehr geht, haben wir in einigen Spielen sehr fahrlässig agiert“, ist sich der Moorburger Trainer aber nicht sicher, ob das auch funktionieren wird. Damit es funktioniert, hat der Kader sich in einer internen Aussprache geschworen, das Ganze ordentlich zu Ende zu bringen.
Für Tayfun Demir ein wesentlicher Grund, auch in der kommenden Saison in Moorburg weiterhin als Trainer zu arbeiten. „Wenn 80 bis 90 Prozent des Kaders arbeiten wollen und er zusammen bleibt, dann bleibe ich Trainer in Moorburg . . . wenn ich denn überhaupt Trainer bleibe.“
Der Nachsatz ist wichtig, denn Demir wird pünktlich zum neuen Saisonbeginn Anfang August zum ersten Mal Vater. Und das ist wichtigere Grund gewesen, darüber nachzudenken, ob es als Trainer überhaupt weitergehen kann. „Aber ich habe eine starke Partnerin, die mir gesagt hat, ich solle weitermachen.“
Da das geklärt ist, ist nun der Verein am Zug. „Die Verantwortlichen müssten es nun endlich in die Hände nehmen, die Zusammensetzung des Kaders für die kommende Saison zu klären, damit ich weiß, womit ich arbeiten kann.“ Demir will dies nicht als Kritik an Fußball-Obmann Norbert Demandt verstanden wissen, sondern als „Aufmunterung“. „Gibt es eine solide Basis, dann werde ich ein weiteres Jahr als Trainer in Moorburg arbeiten“, so Demir, der noch Angebote von zwei weiteren Vereinen habe. Viel weiter will Tayfun Demir auf den Fußball bezogen momentan nicht denken. Dafür wird es bald einen wichtigen Grund geben
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