Spontanaktion mit Hindernissen

Endlich wieder auf eine Ruderregatta: Mia Meyer saß in Essen wieder im Boot. Das Foto zeigt sie im vergangen Winter im Hamburger Hafen.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Die Deutschen Meisterschaften sind vier Monate her, die Trainingspause in der Sommerzeit wurde länger und länger und allmählich fange ich an, Konkurrentinnen, Freunde und die Gesichter aus der Saison zu vermissen – ein klares Indiz dafür, dass es Zeit für eine Herbst-regatta wird!
Glücklicherweise haben einige Hamburger Ruderer das genauso empfunden und so wurde ich kurzerhand via Facebook für einen Doppelvierer eingeplant. Vollständig selbstorganisiert fuhren wir mit zwei Kleinwagen Richtung Essen-Kettwig, wo einmal jährlich eine beliebte Nachsaison-Regatta stattfindet, bei der es neben dem sportlichen Anteil des Wochenendes auch um Durchhaltevermögen bei der Rudererparty Samstagnacht geht.
Schon auf der Hinfahrt erlebten wir eine Menge. Nach etwa 300 Kilometern kamen wir auf unsere Übernachtungsstätte in der Sporthalle zu sprechen, als mir plötzlich einfiel, dass ich weder Luftmatratze noch Schlafsack dabei hatte. Sehr zu meiner Erleichterung fiel mir eine ehemalige Gegnerin aus Essen ein, die mir netterweise Schlafsachen leihen konnte.
Dadurch, dass wir keinen Trainer dabei hatten, verlief unsere Tour teilweise provisorisch und ohne festen Plan, aber mit einer großen Portion Spontanität brachten wir die Rennen einigermaßen erfolgreich hinter uns und waren Samstagnacht bis in die frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche dabei.

Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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