Spitze nach 107 Jahren

Kommt gut an bei Viktoria: Ligatrainer Juval Karanikas. Foto: düse

Fußball: FC Viktoria ist zweifacher Kreisliga-Tabellenführer

W. Düse, Hamburg-Süd
Michael Krivohlavek kommt gerade von einem Lehrgang „Risikomanagement“. Von Angespanntheit aber keine Spur, denn mit der Situation bei Viktoria Harburg hat der Lehrgang nichts zu tun. „Bei uns läuft im Augenblick alles gut“, sagt der 1. Vorsitzende des neuen Tabellenführers der Fußball-Kreisliga 1.
Die Ligamannschaft des Vereins ist einer von fünf noch ungeschlagenen Kreisligisten. Nachdem an den ersten vier Spieltagen noch „Altmeister“ Thorsten Cornehl die sportliche Verantwortung getragen hatte, tut dies seit dem Duell gegen den Kooperationspartner HSC Juval Karanikas.

Erstmals seit 1910 hat Viktoria ein Frauenteam

„Ein junger, engagierter, guter Trainer“, lobt Krivohlavek seinen neuen Coach. „Er kommt gut an bei der Mannschaft, macht ein gutes Training und hat eine gute Stimmung geschaffen.“ Wie tragfähig diese Basis ist, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen. Dann nämlich trifft Viktoria hintereinander auf die Liga-Schwergewichte Rot-Weiss Wilhelmsburg, Türksport, Vereinigung Tunesien und Buxtehude II. „Die Tabellenführung ändert bei uns aber nichts, deswegen hebt jetzt keiner ab“, ist sich Krivohlavek sicher. Zumal mit Jannik Krivohlavek ein wichtiger Akteur noch bis zum Jahresende fehlen wird. Der Maschinenbaustudent weilt zu einem Auslandssemester in Ungarn.
Dann gestattet sich der Vorsitzende noch einen Ausflug in die Vereinsgeschichte. „Gut ist auch, dass wir erstmals seit 1910 (dem Gründungsjahr des Vereins, Anm. d. Red.) ein Frauenteam im Verein haben, das mit einer hohen Trainingsbeteiligung sehr gut dabei ist.“ Zu Saisonbeginn ist eine Gruppe von 24 Spielerinnen samt Betreuerin und Trainer Torsten Bessert von der FSV Harburg-Rönneburg an die Winsener Straße gewechselt – und jetzt Tabellenführer in der Kreisliga.
Einen kleinen Wermutstropfen findet Krivohlavek aber doch noch. „Unsere C-Jugend macht uns große Sorgen, weil sie auseinanderzufallen droht. Für sie suchen wir händeringend Spieler und einen Trainer.“ Krivohlavek selbst kann dort nicht helfen. Er hat sich gerade breitschlagen lassen, das Training der Alten Herren zu übernehmen, weil Martin Czerkaski aus beruflichen Gründen in den kommenden Monaten etwas kürzer treten muss.
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