Spielabbruch nach Prügelei

Ein Symbolfoto für Diskussionen auf dem Fußballplatz von der Rahmwerder Straße aus vergangenen Tagen. Das Bild hat nichts mit dem aktuellen Spielabbruch zu tun. Foto: Düse

Fußballer von Vorwärts Ost: „Wirft ganz bitteres Licht auf uns“

Von Waldemar Düse. Die Vereinsverantwortlichen beim SV Vorwärts Ost sind momentan wahrlich nicht zu beneiden. Nach einigen Monaten im ruhigen Fahrwasser hat nun die in der Kreisklasse B spielende zweite Fußballmannschaft wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Ein herber Rückschlag für die Bemühungen des rührigen Klubs von der Rahmwerder Straße, sich auf breitere Füße zu stellen.
Vor zwei Wochen hatte der Schiedsrichter das Spiel gegen den Moorburger TSV II in der 65. Minute beim Stande von 2:0 für Vorwärts Ost II abgebrochen, weil die Vorwärts-Spieler eine Prügelei angezettelt hatten.
Daraufhin hatten Trainer Ricardo Weiß und einige Spieler das Handtuch geworfen und sind mittlerweile aus dem Verein ausgetreten. Unter diesen Umständen wollten sie einfach nicht mehr aktiv sein. „Das wirft natürlich ein bitteres Licht auf uns. Ganz einfach ist es für uns momentan nicht“, sagt Mario Weiß, Trainer der ersten Mannschaft und der A-Jugend.
Der Hintergrund: Noch im vergangenen Spieljahr hatte die Mannschaft im Bereich der „Unteren Herren“ gespielt. Mit Beginn dieser Spielzeit gibt es den aber nicht mehr, weil er in den normalen Liga-Spielbetrieb eingegliedert worden ist. „Die Jungs wollten eigentlich nur aus Spaß ein bisschen kicken, aber das geht nun nicht mehr, weil der Ehrgeiz bei vielen anderen Mannschaften ein ganz anderer ist.“, so Weiß.
Der Verein könnte seine zweite Fußballmannschaft mit einer Gruppe von 17 Flüchtlingen, die Sebastian Ortega seit einiger Zeit betreut, auffüllen und so den Spielbetrieb aufrechterhalten. In der vergangenen Saison wäre das bei den „Unteren Herren“ noch eine kurzfristig mögliche Lösung gewesen. Im Liga-Spielbetrieb geben die Regularien die Erteilung von Spielberechtigungen außerhalb vorgesehener Fristen aber nicht her. Und die entsprechenden Anträge für die Flüchtlinge hängen seit längerem irgendwo auf dem bürokratischen Weg fest.
Ausnahmen gebe es nach Auskunft des Hamburger Fußball-Verbandes nicht, so Mario Weiß nach einem Telefonat mit dem Verband. „Ich befürchte, die Flüchtlinge werden nicht solange warten und uns verlassen.“
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