„Schneller Sport mit hohem Spaß-Faktor“

Dynamisch und erfolgreich: Jennifer Greune (r.) ist mit Daniel Gossen aus Berlin amtierende Weltmeisterin im Speedminton Mixed.

Sie spielen Hardcore Badminton mit Tennis-Technik in Wilhelmsburg: Die Deutsche Meisterin Jennifer Greune über Speedminton

Von Carsten Vitt. Sie ist Deutsche Meisterin, Europa- und Weltmeisterin in einer eher unbekannten Sportart: Das Elbe Wochenblatt sprach mit Jennifer Greune über „Speed-Badminton“.

Frau Greune, was ist Speed-Badminton überhaupt?
Es ist eine Mischung aus verschiedenen Schläger-Sportarten. Der Riesenvorteil ist, dass man kein Netz braucht und auf jedem Untergrund gespielt werden kann! Ob auf Gras, Sand, auf dem Tennisplatz oder in der Halle: Man braucht nur zwei Vier-
ecke, die 12,80 Meter auseinander aufgebaut werden. Dann versucht man, den Ball im Feld des Gegners auf den Boden zu bekommen, um einen Punkt zu erzielen.
Wer kann das spielen? Muss man da schon Badminton oder Tennis können?
Man muss überhaupt keine Vorerfahrung haben, um mit dem Speeden anzufangen. Natürlich ist es ein Vorteil, aber es gibt zum Beispiel unterschiedliche Bälle. Man kann zunächst mit dem etwas langsameren Fun Speeder anfangen und dann auf den Match Speeder umsteigen.

Wie sind Sie zu dem Sport gekommen?
Ich habe es bei einem Sportfest an meiner Uni kurz vor Ende meines Studiums ausprobiert und habe mich daraufhin bei der Firma Speedminton beworben und dort angefangen zu arbeiten! Inzwischen habe ich einen anderen Job, speede aber immer noch.

Was macht Speed-Badminton spannend?
Der kleine Ball ist schnell, macht beim Schlagen ein cooles Geräusch, und mir gefällt die Dynamik des Spiels sehr. Es ist anstrengend mit einem sehr hohen Spaß-Faktor. Toll ist, dass man es einfach überall hin mitnehmen kann und im Sommer im Park, am Strand oder auf Tennisplätzen auch draußen speeden kann. Das hat mir beim Badminton früher immer gefehlt. Und die Gemeinschaft ist wirklich spitze: Wir fahren zusammen zu Turnieren nach München, Köln, aber auch in die Schweiz, Ungarn und bis nach Kroatien. Demnächst sind wir mit sieben Leuten bei der Europameisterschaft in Warschau.

Die „Elbspeeders“

Bei den Hamburger „Elbspeeders“ sind etwa 50 Spieler aktiv. Sie sind erfolgreich in der Bundesliga sowie bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. Vier mal pro Woche können die Spieler in verschiedenen Hallen trainieren, im Sommer treffen sie sich
zusätzlich im Stadtpark oder auf Tennisanlagen. Gespielt wird außerhalb der Ferien dienstags in der Halle Krieterstraße 2 und sonntags im Stübenhofer Weg 20. ❱❱ www.elbspeeders.de
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