Schluss mit der Träumerei

Schluss mit dem Quatsch, jetzt wird trainiert: Mia Meyers Schulzeit nähert sich dem Ende.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Nur ein paar Tage nach dem plötzlichen Kälteeinbruch ist kaum ein Quadratmeter der Elbe noch frei von Eisschollen. Zu Hunderttausenden strömen sie an dem Bootshaus des Ruderclubs Süderelbe vorbei und und türmen sich an den Ufern und Buchten zu neu entstehenden Eislandschaften auf. Während ich aus dem Fenster im Kraftraum schaue, stelle ich mir vor, die Insel, auf der mein Verein steht, drehe sich wie ein Karussell in sehr langsamen Tempo um sich selbst und die Eisschollen rundherum seien das feste Element. Ein beeindru-ckendes Gefühl, hervorgerufen aus meiner Phantasie, aber für einen kurzen Moment unglaublich real.
Diese unwirklich erscheinende weiße Kulisse, die höchstens für einige Wochen, vielleicht auch nur für ein paar Tage im Jahr vorhanden ist, liebe ich am Winter. Doch klar, dass man bei diesen Bedingungen nicht mehr rudern kann. Um dem langweiligen Indoor-Training auszuweichen, muss daher ei-ne Ausgleichssportart gefunden werden. Und da der Harz nicht ganz so weit entfernt liegt, steht am Wochenende ein zweitägiges Skilanglauftrainingslager an, das es in sich hat. Besonders unsere Beinkraft, aber auch die Ausdauer werden durch das spezifische Training verstärkt. Der Spaß steht dabei aber an erster Stelle. Denn nach den Abiturklausuren habe ich mir etwas Abstand vom Alltag wirklich verdient. Jetzt werden die Karussellfahrten im Eis durch Achterbahnfahrten im Schnee ersetzt!

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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