Schlaflos südlich der Elbe

Auf dem Flohmarkt: Mia Meyer war schon um fünf Uhr morgens in Buchholz.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Zwei Schritte und wir sind auf der Straße. Es ist viel zu warm und viel zu eng. Die Klamotten kleben am Körper die Haare fallen in die Stirn. Ein Mädchen lächelt mir zu, es geht ihr genauso, soll der Blick mir verraten. Andere stehen gedankenverloren in der Menge. Von überall hört man die Bässe pumpen. Der Herzschlag einer Stadt über deren Dächern es langsam hell wird.
Während der nächste Tag für manchen schon beginnt, nimmt die Nacht für viele noch lange kein Ende. Ich mache mich mit Jessi, einer sehr guten Freundin wieder auf den Rückweg. Unser Plan muss schließlich aufgehen. Abends waren wir auf einer Grillparty eingeladen und am nächsten Morgen begann um 5 Uhr ein riesiger Flohmarkt in Buchholz. Die Zeit dazwischen ließ sich hervorragend auf Hamburgs Partymeile überbrücken.
Da wir ohnehin kaum Zeit zum Schlafen hatten, beschlossen wir, die Nacht durchzumachen. So umgeht man auch das Aufwachen am frühen Morgen in der Tiefschlafphase.
Als ich zu Hause angekommen war, versuchte ich möglichst lautlos, um niemanden aufzuwecken, die vielen Flohmarktkisten ins Auto zu laden. Stofftiere, Legosteine, Barbies, Carrerabahn, Klamotten und Bücher wollte ich loswerden. Ein weiterer Abschied von einem Teil meiner Kindheit stand an und ging für kleines Geld an seine neuen Besitzer.
Glücklicherweise waren wir zu zweit, so konnte jeder mal ein kleines Nickerchen machen.
Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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