Schichtarbeit statt Training

Für Muharrem Tan (li.) gibt es momentan viel zu erklären. Foto: Düse

Kreisliga: FTSV Altenwerder II mit vergurktem Start.

Von Waldemar Düse. Die Situation ist neu für alle. Fußball-Kreisligist FTSV Altenwerder II steckt vor dem vorletzten Hinrunden-Spieltag mitten im Abstiegskampf. Vier, vier, vier, vier – das ist nicht etwa die Nummer des Fußball-Sorgentelefons in Harburg, sondern die beeindruckend konstanten Platzierungen der Mannschaft in den vergangenen vier Jahren. Die Fortsetzung dieser Serie dürfte schwierig werden.
Ebenso ungewohnt wie die Situation ist die Offenheit, mit der damit umgegangen wird. „Das Trainerteam und insbesondere ich haben vor der Saison einen Riesenfehler gemacht. Peter Lemke und ich haben nicht bedacht, dass wir zu viele Schichtarbeiter im Kader haben. Das ist der wesentliche Grund, warum wir uns jetzt in einem Loch befinden“, äußert Altenwerders Trainer Muharrem Tan sehr selbstkritische Töne.
Die vielen Schichtarbeiter machten eine kontinuierliche Trainingsarbeit unmöglich. „Bei uns haben sich noch keine Automatismen eingestellt und wir können sehr leicht ausgespielt werden“, analysiert Tan weiter. Da die Hebel im Amateurfußball nicht bei den Schichtplänen der Spieler angesetzt werden können, soll der Kader in der Winterpause mit einigen Neuzugängen ergänzt werden, deren Arbeitszeiten trainingsfreundlicher sind. „Wir sind sehr zuversichtlich, drei oder vier Neue zu bekommen, die uns weiterhelfen“, so Tan.
Auch sich selbst sieht der Trainer in einem Lernprozess. „Für mich ist das eine völlig neue, unbekannte Situation, aber ich werde daran wachsen“, ist sich „Momo“ Tan sicher. „In keinem Fall werden wir den Kopf in den Sand stecken.“
Tan: „Für uns geht es nur noch um den Klassenerhalt!“
Auf die neuen und alten Spieler kommt also eine intensive Vorbereitung auf die Rückrunde zu. Ein einziger Zähler Abstand zum ersten Abstiegsplatz ist kein Ruhekissen. Dennoch „werden wir in Ruhe weiter arbeiten. Wir sind jetzt angekommen. Für uns geht es nur noch um den Klassenerhalt“, so die Vorgabe Tans. Dass es erneut zu Rang vier reichen wird, ist unwahrscheinlich. Aber die Serie der einstelligen Tabellenplätze könnte fortgesetzt werden. Es wäre der elfte in Folge.
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