Ruhe am Deich

Kann nicht ruhig am Spielfeldrand sitzen: Tayfun Demir, Trainer des Moorburger TSV. Foto: Düse

Fußball-Kreisliga: Moorburger TSV hat sich unter Tayfun Demir stabilisiert.

Waldemar Düse. Es ist eine Kombination, an die man sich in der Fußball-Kreisliga erst noch gewöhnen muss: Der derzeitige Tabellensechste Moorburger TSV und sein neuer Trainer Tayfun Demir. Zum einen liegt das Dorf, das in einigen Jahren vielleicht sogar der Hafenerweiterung weichen muss, etwas „ab vom Schuss“ und ist nicht zwingend eine „erste Wahl“. Zum anderen schien Demir bisher sehr eng mit dem FTSV Altenwerder verflochten.
„Ich wollte wieder eine erste Mannschaft trainieren“, begründet Demir seinen Schritt aus der Landes- in die Kreisliga. Dort hatte er zuletzt als Co-Trainer unter Thorsten Bettin gearbeitet, nachdem er zuvor jahrelang die zweite Mannschaft des Vereins in der Kreisliga trainiert hatte.
Als die ersten Kontakte geknüpft wurden, hatten die Moorburger eine turbulente Saison-Anfangsphase hinter sich. Nach nur zwei Spieltagen waren Liga-Trainer Matthias Bothe und Obmann Norman Brüggemann überraschend zurückgetreten.
Damit war das Ende einer kleinen Erfolgsgeschichte gekommen. Nach dem Wiederaufstieg in die Kreisliga im Sommer 2012 hatten die Moorburger den Durchmarsch in die Bezirksliga als Tabellendritter nur um die Haaresbreite von zwei Punkten verpasst. Nach dem Rückzug von Bothe und Brüggemann hatte zunächst Co-Trainer Dennis Cappel den Kader trainiert.
„Ich hatte der Mannschaft dann gesagt, wenn ihr aus den kommenden drei Partien sieben Punkte holt, dann komme ich“, so Demir. Die Mannschaft erfüllte die Vorgabe ihres neuen Wunschtrainers und muss ihn dabei auch genügend beein-druckt haben. „Es ist ein Kader, der arbeiten möchte“, lobt der Trainer. Und auch Demir „bearbeitet“ seine neue Mannschaft gern, selbst am Spielfeldrand erhalten die Akteure häufig kurze, aber prägnante taktische Anweisungen. Nicht ohne Erfolg: Zuletzt gelangen dem Moorburger TSV drei Siege in Serie. Die letzte Niederlage gab es gegen Altenwerder II bei. Na ja, man kann nicht alles haben.
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