Ruderblätter statt Kugelschreiber

Nach den Abi-Klausuren: Mia Meyer trainiert wieder ganz intensiv.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Nach Wochen, in denen ich meine Prioritäten anders gesetzt hatte, steht jetzt erst einmal wieder das Training oben auf der Liste. Zwar bin ich noch nicht mit allen Abitur-klausuren durch, aber der Großteil ist geschafft, darunter auch Mathe und somit ist die größte Hürde überwunden.
330 Minuten, in denen man sich voll und ganz auf die Aufgaben konzentrieren muss, hören sich vorher nach unglaublich viel Arbeit an, aber schnell stellt sich heraus, dass fünf Stunden wie im Flug vergehen, weil man gar keine Zeit hat, auf die Uhr zu schauen, und jeder für sich an seinem Einzeltisch, von nichts und niemandem abgelenkt sein Wissen zu Papier bringt.
Nach der Klausur geht das große Bereden los: „Welches Thema hast du gewählt?“, „Was hast du zur Aufgabe drei geschrieben?“, „Hast du ein gutes Gefühl?“ Aber welches Gefühl ich habe, ob ich gut oder schlecht abschneiden werde, kann ich nicht sagen. Nur eines weiß ich, und der Gedanke wird mir nach jeder Abiprüfung bewusster: Das Abitur ist das, worauf wir seit knapp zwölf Jahren vorbereitet werden, und jetzt geht es in so kurzer Zeit fast unbeachtet an uns vorüber. Doch zelebriert wird es mit Sicherheit würdevoll! Und eine Weisheit des Sports lautet: „Wer feiern kann, kann auch trainieren“ und das bedeutet, meine Saison startet genau jetzt.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr
alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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