Ruder-Party auf der Pionierinsel

RCS-Mitglieder sind gern in Teamstärke auf der Elbe unterwegs.

RC Süderelbe feiert 125-jähriges Bestehen am Sonnabend, 1. Juli

RAINER PONIK, HAMBURG-SÜD

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Harburg die ersten Rudervereine gegründet wurden, konnte noch niemand ahnen, dass daraus rund 100 Jahre später ein gemeinsamer Verein entstehen würde. Im Jahre 1994 fusionierten die letzten zwei von ehemals sechs Ruderclubs zum Ruder-Club Süderelbe (RSC).
Der Verein, ehemals hervorgegangen aus der Arbeitersportbewegung, auf deren Tradition man heute noch mit Stolz zurückblickt, feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Klar, dass dieses große Jubiläum mit einem Festakt gebührend gefeiert werden soll.
Alle anderen Hamburger Rudervereine ehren den RC Süderelbe am Sonnabend, 1. Juli, mit einer Sternfahrt, die die Teilnehmer zur Harburger Pionierinsel, die zum Zuhause für den RCS geworden ist, führt.
Weltmeister und
Bundestrainer sind im RCS

Um 12 Uhr erwartet der Verein Prominenz aus Sport und Politik zum Jubiläumsempfang, bevor der Festakt um 13 Uhr beginnen soll.
Eines der bekanntesten Clubmitglieder kann dann allerdings nicht dabeisein: Judith Anlauf, U23-Weltmeisterin im Doppelvierer und mehrfache Medaillengewinnerin bei Europa- und Weltmeisterschaften, wurde die Ehre zuteil, am Wochenende stattdessen an der königlichen Royal Henley Regatta teilzunehmen, die seit 1839 auf der Themse in Großbritannien durchgeführt wird.
Die 26-Jährige ist nicht die einzige Sportlerin des RCS, die es zu internationalen Ehren gebracht hat. Auch Horst Meyer, der mit dem legendären „Ratzeburger Goldachter“ Weltmeister und Olympiasieger wurde, hat das Rudern beim RC Süderelbe gelernt.
Der aktuelle Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes, Markus Schwarzrock, ist ebenfalls RCS-Mitglied.
Beim RC Süderelbe wird auch der Breitensport gefördert. So war der RCS einer der ersten Vereine, der das Kinderrudern und später auch das Wanderrudern für Kinder einführte. Mit Hilfe der Aktion „Kids in die Clubs“ ermöglicht es der Verein Kindern aus sozial schwächeren Familien, kostenlos Mitglied zu werden.
„Wir haben Studierende der Technischen Universität Harburg aufgenommen, eine Kooperation mit dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium ins Leben gerufen und sind ein Club für alle, die das Rudern lieben“, sagt Vereinschef Guido Schaudin. Genau das möchte man am 1. Juli auch den hoffentlich zahlreichen Besuchern demonstrieren, die es sich nicht nehmen lassen, beim Vereinsjubiläum auf der Harburger Pionierinsel vorbeischauen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.