„Riesensprung“ am Rabenstein

„Notgedrungen“ Trainer: Thomas Thomsen ist beim HSC auch Fußball-Obmann. Foto: Düse

Kreisliga: Die junge Elf des HSC gewöhnt sich an Herrenfußball

Von Waldemar Düse. Knapp 19 Jahre ist die Mannschaft im Durchschnitt, mit der der HSC nach dem Abstieg aus der Bezirksliga den Neubeginn startete. Sieben Punkte aus zehn Spielen sind eine gute Bilanz, wenn man bedenkt, dass unter den bisherigen Gegnern die ersten Sechs der Tabelle gewesen sind. „Wir können mithalten, aber uns fehlt in vielen Situationen noch die Cleverness“, analysiert Fußball-Obmann Thomas Thomsen den bisherigen Saisonverlauf. Etwas anders hatte man sich den Neubeginn am Rabenstein dennoch vorgestellt. Joachim Spautz hatte derjenige mit der sportlichen Verantwortung an den Seitenlinie sein sollen. Gemeinsam mit seinen Co-Trainern Marvin Hockauf und Tobias Katzmarski.

„Wir haben uns im Frieden voneinander getrennt“

Bis zur Partie beim FC Neuenfelde am 30. August hatte die Konstellation auch gehalten. Dann hätten Verein und Trainer in einem gemeinsamen Gespräch festgestellt, dass es besser sei, fortan getrennte Wege zu gehen. „Wir haben uns im Frieden voneinander getrennt.“ Darauf legt Thomsen, seit einigen Monaten auch Mitglied des Gesamtvorstands, Wert.
Thomsen ist nun mehr oder weniger gezwungenermaßen zurück zu seinen Wurzeln gegangen. Seit 13 Jahren, seit der G-Jugend, hatte er die meisten der Spieler, die nun in der Kreisliga ihre ersten schweren Schritte im Erwachsenenfußball gehen, trainiert. „Eigentlich wollte ich mich ganz von der Seitenlinie zurück-ziehen“, sagt Thomsen.
Dass daraus vorerst nichts geworden ist, hat aufs erste Zuhören nicht an seiner Lebensfreude gezehrt. „Die Mannschaft hat einen Riesensprung gemacht“, erzählt er nach dem 3:2 gegen die HNT, dem zweiten Saisonsieg mit Stolz in der Stimme. „Dieser Erfolg hatte sich bereits in den vergangenen Spielen angedeutet.“
Der komplette Gegenentwurf zur Herangehensweise der vergangenen Jahrzehnte, mit mehr oder weniger Geld verstärkt, aber erfolglos am Rad zu drehen, könnte funktionieren. „Die Kontinuität in Gestalt meiner Person hilft sicherlich dabei, dass die Jungs auch hier bleiben“, so Thomsen. Bleiben wird auch das Saisonziel: Ein Platz im Tabellenmittelfeld.
❱❱ www.harburgersc.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.