Ravens in Abstiegsangst

Nichts für Weicheier. Beim American Football geht es trotz festgelegter Spielregeln oft ordentlich zur Sache. Fpto: rp

Im letzten Heimspiel gegen Bremen müssen Harburgs American Footballer unbedingt punkten

Von Rainer Ponik. Erstmal hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu: Im Heimspiel gegen die Lübeck Seals präsentierte sich die Offense der Hamburg Ravens so harmlos wie nie zuvor und konnte beim 0:28 nicht einen Punkt ergattern. Weil sich Johannes Mannsee dann auch noch eine Rippe brach, standen die „Raben“ plötzlich eine Woche vor der Partie gegen Tabellenführer Hamburg Heat auch noch ohne ihren Quarterback da.
Der junge Philipp Richter sprang ein und machte seine Sache gut, doch auch er konnte nichts daran ändern, dass das Spiel gegen den Spitzenreiter ebenfalls klar mit 0:30 verloren ging. „Gegen diesen Gegner zu verlieren, ist keine Schande. Alle haben Vollgas gegeben und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Vereinschef Michael Haß das Team, das aber im Angriff erneut das nötige Durchsetzungsvermögen vermissen ließ.
„In den letzten Wochen haben wir eine Menge getan, um unseren neuen Quarterback zu schulen und die Abstimmung in der Offense zu verbessern“, sagt
Headcoach Robert Schulz. Schließlich wird die Oberligaluft nach der fünften Niederlage immer dünner. Nur noch ein Punkt trennt die Ravens von Tabellenschlusslicht Flensburg. Klar, dass im Heimspiel am kommenden Sonntag, 21. August (Kick-off 15 Uhr) gegen die Firebirds aus Bremen an der Jahnhöhe unbedingt gepunktet werden soll.

Bei den Jugendteams der Ravens läuft es besser

Die Jugendteams der Ravens machten es zuletzt vor: Head-coach Alfonso Chico feierte mit den zehn- bis fünfzehnjährigen Rookie Ravens beim 21:0 gegen die Lübeck Seals den dritten Saisonsieg. Noch besser verlief die Spielzeit für die Junior Ravens, denen die Oberliga-Meisterschaft nach einem 18:13 im Spitzenspiel gegen die Iron Swans aus Bergedorf und einem sicheren 44:0-Erfolg gegen die Junior Seals nicht mehr zu nehmen ist.
Ein Heimsieg gegen Bremen wäre nun auch für die Ravens Gold wert. „Wenn die Bremer so körperbetont zur Sache gehen wie im Hinspiel, werden sie mit den Schiedsrichtern Probleme bekommen“, hofft Robert Schulz bei unfairen Attacken auf ein hartes Durchgreifen der Unparteiischen. „Noch schöner wäre es allerdings, wenn sich die Arbeit der letzten Wochen auszahlt und unserer Offense ein paar Touchdowns gelingen würden“, wünscht sich Clubboss Haß, dass die
Ravens-Fans am kommenden Sonntag endlich wieder etwas zu feiern haben.
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