Ravens hoffen auf gute Rückrunde

Receiver Philip Koenecke (rechts) gewinnt das Laufduell und kann den Rückstand im Spiel bei den Lübeck Seals per Touchdown auf 12:16 verkürzen, doch am Ende reichte es für die Hamburg Ravens wieder nicht zum zweiten Saisonerfolg.

Harburgs American Football Team sucht nach vielen Abgängen seine Form

Von Rainer Ponik. Nachdem die Hamburg Ravens in den letzten beiden Jahren in den Play Offs zur Regionalliga Nord nur knapp am Aufstieg vorbeischrammten, müssen die American Footballer des Harburger TB den Blick in der aktuellen Oberliga-Spielzeit nach unten richten. In den ersten sechs Saisonspielen glückte dem Team von Headcoach Mathias Bonner nur ein einziger Sieg, so dass die „Raben“ sich derzeit überraschenderweise mitten im Abstiegskampf befinden.
„Wir mussten vor Saisonbeginn allerdings auch eine ganze Reihe von Abgängen verschmerzen“, spricht Vereins-chef Michael Haß von einem „Team, dass sich zurzeit in einem Umbruch befindet“.
Bewährte Leistungsträger wie Quarterback Florian Kuhnke (wechselte zu den Lübeck Cougars in die 2.Liga), Mitja Langholz oder Running Back Simon Slenczek (beide Hamburg Heat) haben den Verein verlassen, andere haben aufgrund des Studiums oder beruflichen Belastungen nicht viel Zeit zum Trainieren.
„Wir mussten eine ganze Reihe von Umstellungen vornehmen und viele neue Spieler ins Team einbauen“, begründet Defense Koordinator Markus Piontek die Abstimmungsprobleme und Ungenauigkeiten bei vielen einstudierten Spielzügen.

Geht es im zehnten Jahr des Bestehens nach unten?

Die waren ein entscheidender Grund dafür, dass auch das letzte Punktspiel bei den Lübeck Seals verloren ging. Dabei hatte die Partie viel versprechend begonnen, denn Wide Receiver Phillip Dolls konnte bereits im ersten Versuch einen weiten Pass aufnehmen und die Ravens nach einem Touchdown mit 6:0 in Führung bringen. In der Folgezeit waren es aber vor allem die Gastgeber, die durch ihr starkes Laufspiel viel Druck auf die Harburger Defense ausübten und sich bis zur Mitte der zweiten Halbzeit einen 16:6-Vorsprung herausspielten.
Bei den Ravens häuften sich indes die Fehler und beim einen oder anderen Mitspieler wurden Konditionsmängel sichtbar. Trotzdem stemmte sich die Mannschaft in der Schlussphase noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und verkürzte durch Philip Koenecke auf 12:16. Zu mehr reichte es ganz zum Ärger von Mathias Bonner allerdings nicht: „Die Pleite hier war wirklich unnötig! Ich hoffe, dass wir uns im Rückspiel am 3. Juli an der Jahnhöhe revanchieren können“, zog der Headcoach Bilanz.
Schließlich wollen die Ravens nicht ausgerechnet im zehnten Jahr ihres Bestehens wieder unterklassig Football spielen.
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