Prischmann kommt für Lascheit

Wird beim SV Wilhelmsburg nun als Spieler auf dem Platz stehen: Der ehemalige Cheftrainer Peter Lascheit. Foto: Düse

Fußball-Landesliga: SV Wilhelmsburg hat einen neuen Trainer.

Von Waldemar Düse. Der Bruch ist offensichtlich: Seit Antritt seiner Trainertätigkeit im Juli 2012 hatte Peter Lascheit stets davon gesprochen, im SV Wilhelmsburg ein gemeinsames Fußballkonzept von der Ligamannschaft bis hinunter in die B-Jugend zu entwickeln. Auch nach dem Aufstieg in die Landesliga Hansa im vergangenen Sommer war dieses Konzept das übergeordnete Ziel geblieben.
Nach Lascheits überraschendem Rücktritt zum Jahresende 2013 haben sich die Gewichte am Vogelhüttendeich verschoben. „Die Suche nach einem adäquaten Nachfolger gestaltete sich ungemein schwierig“, so der SV Wilhelmsburg in einer Pressemitteilung zu einer monatelangen Hängepartie. Eine verunsicherte Mannschaft, die Überwinterung auf dem ersten Abstiegsplatz und zuletzt die krasse 0:7-Pleite zum Restrundenauftakt am vergangenen Wochenende gegen den Vorletzten FTSV Altenwerder – die Wilhelmsburger hatten offensichtlich nicht viele gute Argumente.
„Doch nun kann vermeldet werden, dass Holger Prischmann als Feuerwehrmann erstmal bis zum Saisonende das Traineramt übernimmt“, so der Klub weiter. Immerhin, auch wenn das Thema „Konzeptfußball“ etwas in den Hintergrund gerückt ist. Die Wahrheit auf dem Platz heißt Abstiegskampf. Lascheit werde ihm „als spielender Co-Trainer“ zur Seite stehen.
Holger Prischmann, „Oberhaupt“ einer der bekanntesten Wilhelmsburger Fußballfamilien und Trainer der Wilhelmsburger Altherrenauswahl, sagte: „Als Vereinsmitglied ist es mir eine Ehrensache zu helfen.“ Wenn jemandem zuzutrauen ist, das „SVW-Gen“ wieder zum Tragen zu bringen, dann ihm: Den Zusammenhalt wieder so eng werden zu lassen, dass ein fast schon verloren geglaubtes Ziel doch noch erreicht werden kann.
Über einschlägige Erfahrungen in verfahrenen Situationen verfügt Prischmann allemal. Im Mai 2012 hatte der HSV seine Frauenfußballmannschaft aus der Bundesliga abgemeldet und damit beinahe die gesamte Abteilung zerstört. Prischmann, der zehn Jahre zuvor schon einmal die zweite Frauenmannschaft der Rothosen trainiert hatte, ließ sich überreden. Gemeinsam mit Ex-Profi-Keeper und Handball-Kurzzeit-Geschäftsführer Frank Rost gelang es ihm, den freien Fall zu stoppen und das neu formierte Restteam in der Regionalliga zu stabilisieren.
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