Nun wirft auch Dau die Brocken hin

Der größte Klub der Elbinsel: Das Vereinswappen des SV Wilhelmsburg.

Fußball: Trainer des SV Wilhelmsburg kündigt Rücktritt an

Von Waldemar Düse. Seit vier Spielen (zwei Siege, zwei Unentschieden) ist die Mannschaft des SV Wilhelmsburg in der Fußball-Bezirksliga Süd unbesiegt und hat als Tabellenzehnter zehn Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge gebracht. Zeit zum Durchatmen und Ruhe für die Arbeit, könnte man meinen. Pustekuchen.
Vor der Begegnung in Finkenwerder (Sonntag, 14 Uhr) hat nämlich Trainer René Dau überraschend angekündigt, zur Winterpause seine Tätigkeit zu beenden, die er erst Ende September angetreten hatte. Damals war bereits Trainer Michael von Trzebiatowski nach monatelangen vereins- und mannschaftsinternen Querelen zurückgetreten. So waren einige Akteure aus der Bezirksliga- in die Kreisligamannschaft des Vereins gewechselt.
Dau begründete seinen Rücktritt ähnlich wie von Trzebiatowski (das Wochenblatt berichtete), er habe „Reizpunkte setzen“ wollen. Er wies aber auch gleichzeitig auf „kritische Stimmen“ innerhalb des Vereins hin, die ihn zu seinem Schritt bewogen hätten.
Das Duo von Trzebiatowski/Dau hatte die Mannschaft als Absteiger in die Bezirksliga übernommen und als Tabellenzweiter in der Relegation 2009/10 den unmittelbaren Wiederaufstieg knapp verpasst. In der darauf folgen Spielzeit waren die Wilhelmsburger Vierter geworden.
Unabhängig vom Ausgang der Saison hatte Muharrem Tan, Trainer des Kreisligisten Este 06/70 II, den Verantwortlichen seinen Abschied zum Saisonende schon vor längerem angekündigt. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit, um sich weiterhin an ungewöhnlichen Maßnahmen des erfrischenden Trainer-Neulings zu erfreuen. So bezahlt Tan seinem seit vier Wochen in Osnabrück studierenden Angreifer Adrian Scheffler jedes Wochenende die Anreise zu den Spielen per Bahn. „Aber jetzt muss auch langsam mal was kommen, Du wirst schließlich nicht einfach so bezahlt“, setzte Tan den Stürmer vor der Partie gegen Altenwerder II im Spaß auf den Topf. Scheffler beteiligte sich daraufhin mit zwei Treffern am 4:0. Geht doch!
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