Neun Medaillen zum Saisonabschluss

Wiebke und Heinz Baseda holten bei der Senioren-EM der Leichtathleten in Izmir gleich neun Medaillen für Deutschland.

Leichtathletik: Die Basedas mit starker Leistung bei der Senioren-EM in Izmir

Von Rainer Ponik. Die Serie von Wettkämpfen war lang. Für Wiebke und Heinz Baseda endete sie mit den Senioren-Europameisterschaften in Izmir. Im Stadion herrschten Temperaturen bis 40 Grad, deshalb ging es morgens schon sehr früh los und endete am Abend erst gegen 23 Uhr. „Das waren schon erschwerte Bedingungen“, erzählt Wiebke Baseda, die im Siebenkampf der Altersklasse W55, der nur international als Meisterschaft ausgetragen wird, als Titelverteidigerin an den Start ging. Auch in diesem Jahr konnte der Vorzeige-Leichtathletin vom SV Grün-Weiss Harburg keine Konkurrentin bieten. Der Vorsprung vor der Zweitplatzierten fiel mit über 1.500 Punkten deutlich aus.
Weitaus spannender ging es im Zehnkampf der Männer zu, in dem Heinz Baseda sich in der Klasse M60 vor allem mit seinem deutschen Rivalen Klaus-Peter Neuendorf (Berlin) ein abwechslungsreiches Duell um die Goldmedaille lieferte.
Am Ende wurde Heinz Baseda ein zu glatter Diskusring zum Verhängnis. Nach zwei ungültigen Versuchen musste sich der 35-Meter-Werfer mit einem
Sicherheitswurf auf 25,17 Meter begnügen und büßte über 200 Punkte ein. Über seine Silbermedaille konnte sich Heinz Baseda natürlich trotzdem freuen.
Obwohl die Entscheidung im 300-m-Hürdenlauf nur einen Tag nach Ende der Mehrkämpfe auf dem Programm stand, konnten die Basedas jeweils eine Bronzemedaille ergattern. Daneben sicherte sich Wiebke Baseda noch einmal Silber im Hochsprung. Mit der übersprungenen Höhe von 1,32 Meter war sie zwar keineswegs zufrieden, doch auch die Geg-
nerinnen hatten mit der Hitze zu kämpfen und blieben so unter ihre Möglichkeiten.
Ähnlich ging es beim Speerwerfen zu. Erst im vorletzten Versuch glückte Wiebke Baseda ein ordentlicher Wurf, dessen Weite (28,72 Meter) schließlich sogar zum EM-Sieg reichte. Weil in der deutschen 4x100-Meter-Staffel eine Starterin fehlte, ging sie auch in dieser Disziplin an den Start und half mit, ihrer Sportfreundin Brigitte Heidrich vom TSV Stelle, die in Izmir ihr letztes internationales Rennen bestritt, durch den Sieg den Abschied zu versüßen.
Die letzte Medaille konnte Heinz Baseda mit den Kollegen der 4x400-Meter-Staffel entgegennehmen. Bis kurz vor dem Ziel führte das deutsche Quartett, bevor die Briten Deutschland auf Platz 2 verwiesen.
Die Freude über ein paar unvergessliche Wettkampftage, in denen das Ehepaar Baseda gleich neun Medaille einheimste, konnte diese knappe Niederlage aber keineswegs schmälern.
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