Neu-Trainer Kock: „Besser drauf als in der Vorrunde“

Bernd Kock macht eine ernste Miene zum guten Spiel, Sven Schlage mag gar nicht hinschauen. Foto: Düse

Bezirksliga: Grün-Weiss Harburg überrascht mit Auswärtssieg.

Von Waldemar Düse. Anfang Januar haben Bernd Kock und Sven Schlage begonnen, den vom Abstieg bedrohten Bezirksligisten Grün-Weiss Harburg zu trainieren. Und es scheint, als hätten die Nachfolger des Spielertrainer-Tandems Markus Augstein/Daniel Meyer in der Winterpause keine Zeit verloren. Beim 3:2-Auswärtserfolg beim Tabellenvierten SC Sternschanze gaben die auf dem ersten Abstiegsplatz rangierenden Harburger vor allem physisch eine beeindruckende Vorstellung ab.
„Körperlich sind wir sicherlich besser drauf als in der Vorrunde“, kommentierte Kock den Auftritt seines Teams, das immerhin einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte. „Aber das war nicht mehr als ein erstes Lebenszeichen“, bemühte er sich schon im nächsten Satz, den Ball flach zu halten.
Trotz des zweiten Auswärtssiegs hat sich für Grün-Weiss an der prekären Situation nichts geändert. Es bleibt nichts anderes, als diszipliniert und ruhig weiter zu arbeiten. In der Scharfschen Schlucht haben sie keine Patrone mehr im Lauf, was einen weiteren Trainerwechsel angeht: Selcuk für Siebert, Augstein/Meyer für Selcuk und nun Kock/Schlage für Augstein/Meyer – dieses Magazin ist leergefeuert.

SV Wilhelmsburg ohne Trainer Ihsan Calisgüven?

Staffelkonkurrent SV Wilhelmsburg ist trotz eines enttäuschenden Saisonverlaufs bislang mit einem Trainergespann ausgekommen. Seit Saisonbeginn haben Alexander Reckewell und Ihsan Calisgüven versucht, die eigenen ambitionierten Pläne am Vogelhüttendeich auch in die Tat umzusetzen – viel zu selten aber mit dem erhofften Erfolg. Platz sechs und dabei zehn, elf und 13 Punkte Rückstand auf das Führungstrio lassen den Aufstieg derzeit unrealistisch erscheinen
Scheinbar zu viel für Calisgüven, der sich nach dem peinlichen 2:6 zum Jahresauftakt beim abstiegsbedrohten FC Süderelbe II klammheimlich verabschiedet haben soll. Bis zum Saisonende soll Reckewell allein die Spielzeit noch irgendwie retten.
Von wegen Trainerkarussell Bezirksliga Süd: Zur Ehrenrettung muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass immerhin die Hälfte aller Mannschaften weiterhin von den Trainern angeleitet wird, mit denen sie im Sommer 2014 auch in die Runde gestartet sind.
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