Na sowas: HSC und Viktoria kooperieren

Trainer von "Team 1": Thorsten Bettin. Foto: Düse

Fußball: Thorsten Bettin neuer Trainer von "Team 1".

Von Waldemar Düse. Abgeschlagener Vierter in der Kreisliga und Absteiger in die Kreisklasse. Aus diesen ernüchternden Ergebnissen der abgelaufenen Saison haben Viktoria Harburg und der HSC eine überraschende Konsequenz gezogen. Sie werden eine zunächst auf die kommende Saison beschränkte Kooperation im Bereich des Männer-Fußballs eingehen.
„Unsere generelle Situation ist doch so: Zwei Traditionsvereine spielen keine Rolle mehr. Vor diesem Hintergrund wollen wir unsere Kräfte besonders in der Struktur hinter den beiden Mannschaften bündeln“, so das von vielen Illusionen der jüngeren Vergangenheit befreite Fazit von Thomas Thomsen. Thomsen ist Vorstandsmitglied im HSC und konnte als Ligatrainer den Absturz in die Kreisklasse nicht verhindern.

„Haben nicht mehr viele Patronen“, so Thomsen

„Team 1“ wird gemäß der Kooperationsvereinbarung in den Trikots Viktorias in der Kreisliga spielen. Trainiert wird es vom Gespann Thorsten Bettin und Michael Krivohlavek, als Torwarttrainer agiert Marvin Hockauf, auch auf einen „Physio“ kann die Mannschaft zurückgreifen. „Thorsten wäre nicht zu einem der beiden Vereine gekommen, aber er ist vom Projekt überzeugt. Deshalb hat er zugesagt“, so Krivohlavek, selbst schon Trainer Viktorias und nun Vorstandsmitglied. Besonders Bettin, gerade beim Bezirksligisten Altenwerder ausgestiegen, gilt als großer Hoffnungsträger der Kooperation. Das „Team 2“ in der Kreisklasse und in HSC-Trikots wird von Thorsten Lüdemann trainiert.
Mit allzu vielen Illusionen wollen aber beide Klubs ihre Kooperation nicht befrachten. „Uns ist schon klar, dass wir nicht mehr viele Patronen haben“, sagt Thomsen.
Tradition an sich sei kein Garant mehr dafür, mit neuen Entwicklungen gerade in Harburgs Fußball mithalten zu können. „Wir sind keine Ein-Mann-Vereine mit einer oder zwei Mannschaften. Größere Vereine sind einfach wesentlich schwieriger zu managen und das Geld dieser Klubs haben wir auch nicht.“
Als hoffnungsvolle Grundlage gilt, dass sich viele Spieler aus beiden Vereinen aus dem erfolgreichen Futsal-Projekt „Sparta Futsal – HSC“ bereits kennen. Spannend wird es allemal, zu sehen, ob es gelingt, Tradition in zeitgemäßen Strukturen nachhaltig zu stärken und überleben zu lassen.
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