Matthias Nehls bekommt Ehrenamtspreis des DFB

Preisträger Matthias Nehls (links) mit dem HFV-Spielausschuß-Vorsitzenden Joachim Dipner. Foto: HFV

Der Zweite Vorsitzende des FC Süderelbe kümmert sich um das Thema Inklusion

Von Waldemar Düse. Im bisherigen Saisonverlauf der Fußball-Landesliga Hansa hat der FC Süderelbe unter seinem Coach Jean-Pierre Richter reichlich für positive Schlagzeilen gesorgt. Erst im letzten Spiel des Jahres gab es beim immer noch ungeschlagenen Tabellenführer BSV Buxtehude mit 0:3 auf die Ohren – eine Serie von neun Siegen in Folge war damit beendet. Trotz dieser beeindruckenden Serie waren die Neugrabener in dieser Hinsicht nur einer von mehreren Schlagzeilen-Produzenten.
Konkurrenzlos dürfte der Verein 2013 in Hamburg jedoch gewesen sein, blickt man über den Tellerrand der nackten Ergebnisse hinaus. Der FC Süderelbe (FCS) ist eines der seltenen Beispiele, in denen Leistungsorientierung und soziales Engagement sich nicht von vornherein ausschließen. Schon die Anzahl von derzeit 26 zum Spielbetrieb gemeldeten Fußballmannschaften deutet darauf hin.
Im Sommer während der „Gala des Hamburger Fußballs“ startete dann eine weitere, bemerkenswerte Serie: Im Rahmen des Jahresempfangs des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) wurde dem FCs der mit 10.000 Euro dotierte Integrationspreis verliehen.
Anfang November würdigte dann die Bezirksversammlung Harburg die herausragende gesellschafspolitische Arbeit des Vereins: Mit seinem Projekt „Ich will gleiche Chancen“ teilte sich der FCS einen Preis mit einem Projekt, das nicht aus dem sportlichen Bereich kam und erhielt als Preisgeld 1.000 Euro. Die Fortsetzung folgte dann vor einigen Tagen – erneut beim HFV. Matthias Nehls, seit 2008 2. Vorsitzender des Vereins, wurde mit dem „Ehrenamtspreis“ des DFB ausgezeichnet. „Er widmet sich nachhaltig dem Thema Inklusion und ist an allen wichtigen Vereinsprojekten federführend beteiligt“, so die Begründung.
Es dürfte demnach schwierig werden, dies im sportlichen Bereich noch zu toppen. Mit elf Punkten Vorsprung sind die Buxtehuder derzeit nur mit dem Fernglas zu erkennen. Und ob Rang zwei für den Aufstieg reichen wird, ist momentan äußerst fraglich. Aber man kann ja auch mal über den Tellerrand der nackten Ergebnisse hinausblicken.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.