Kolumne: Träume von Olympia

Olympia 2012 in London kommt zu früh: Mia Meyer träumt von den Spielen in Rio de Janeiro.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Draußen ist es bereits dunkel, um mich herum leuchten tausende Lichter, die malerisch an den Fassaden rund um die Binnenalster drapiert sind. Ich sitze bei Hamburger Nieselregen in einem beheizten Transporter, schaue den vorrübergehenden Menschen beim Einkaufsbummel zu und genieße diese schrecklich kitschige Vorweihnachtsatmospäre.
Endlich legt der Alsterdampfer, auf den wir gewartet hatten, am Jungfernstiegufer an und wir fingen an, zahlreiche Stehtische, Tischdecken, Kerzen, Servietten und Naschkram in das Binnenschiff zu laden. Am Nikolausabend fand ein gemütliches Beisammensein der Partner, Sportfunktionäre und Sportpolitiker, Medienvertreter sowie der Athleten des „Team Hamburg“ statt. Diese Organisation bietet Top-Sportlern aus Hamburg finanzielle Unterstützung, um bestmögliche Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Ohne diese Hilfe wäre beispielsweise ein Studium neben dem Leistungssport nur schwer möglich.
Ich gehöre noch nicht in dieses Team, doch durch ein Praktikum in den Sommerferien darf ich auf den Veranstaltungen mitarbeiten und zusätzlich bekomme ich sogar die Chance, mit den größten sportlichen Talenten meiner Stadt ins Gespräch zu kommen.
So habe ich mich mit dem Beachvolleyballspieler Mischa Urbatzka über Studienmöglichkeiten unterhalten und durfte der Leichtathletin und voraussichtlichen Olympiakandidatin Nadja Käther zum Abschied einen Schoko-Nikolaus in die Hand drücken. Klar, dass dabei die eigenen Träume einer Sportkarriere für einen gewaltigen Energieschub sorgen. Doch mein Deutschheft holt mich ganz schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen, denn zuerst einmal muss ich die morgige Vorabitur-Klausur erfolgreich hinter mich bringen ...

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur im nächsten Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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