„Klassenerhalt kein Selbstgänger“

"Wir haben die erwarteten Schwierigkeiten“: Peter Lascheit ist als Trainer für den Landesliga-Aufstieg des SV Wilhelmsburg. Foto: Düse

Peter Lascheit, Trainer des SV Wilhelmsburg, hält den Ball flach.

Von Waldemar Düse. Eine Richtung weisende Bedeutung des Duells will Peter Lascheit gar nicht leugnen. Schließlich trifft der abstiegsbedrohte Fußball-Landesligist SV Wilhelmsburg auf den punktgleichen MSV Hamburg. Ebenfalls Neuling in der Hansa-Staffel.
„Aber das ganze Thema wird mir zu hoch gejubelt“, will der Trainer der Wilhelmsburger die Bedeutung nur auf die laufende Saison beschränkt sehen. „Wir haben die erwarteten Schwierigkeiten. Uns war klar, dass der Klassenerhalt kein Selbstgänger wird.“
Lascheit und seine Mitstreiter denken über die Saison hinaus. Mit Unterstützung der Verantwortlichen hat er der Fußball-Abteilung von der Ligamannschaft bis zur C-Jugend hinunter ein einheitliches Konzept gegeben. „In erster Linie geht es uns darum, dass unser Fußball erkennbar wird“, so Lascheit.
Damit solle der Klub langfristig wieder in den höheren Gefilden des hamburgischen Amateurfußballs etabliert werden.
Kurzfristig sind dem Ziel einige Steine in den Weg gerollt worden, die ausnahmsweise nicht von den maroden Grandplätzen des Vereins stammen. Wenn nicht alles täuscht, werden mit Vasco Zawada und Lamin Jawla zwei Eigenwächse des SVW den Klub in der Winterpause in Richtung des Oberligisten Oststeinbeker SV verlassen.
„Meine Kunst wird es sein, mögliche Neuzugänge durch unsere Philosophie zu begeis-tern“, lautet das Rezept Lascheits, für möglichst adäquaten Ersatz zu sorgen.
Das Konzept allein bleibt aber nur beschriebenes Papier, wenn sich die Rahmenbedingungen des SV Wilhelmsburg nicht ändern. Am Vogelhüttendeich liefern sich Grandplatz und Flutlicht ein totes Rennen, wer denn nun schlechter sei. Am Turnplatz gibt es kein Flutlicht mehr. Dafür gibt es auf Grand am Karl-Arnold-Ring Flutlicht, auf dem Rasen aber nicht. Und vom Bezirk Mitte ist kurz- und mittelfristig keine Hilfe zu erwarten.
Vor diesem Hintergrund „ist auch ein Abstieg für uns kein Beinbruch“, schließt Lascheit kurzfristige Reaktionen jedoch aus. „Ich habe die Zusage, hier so lange arbeiten zu können, wie ich es für richtig halte.
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