Jede Durststrecke hat einmal ein Ende

Auf Tobias Kannen und seinen SV Wilhelmsburg kommen schwere Zeiten zu. Foto: Düse

Fußball: SV Wilhelmsburg mit vier Niederlagen nacheinander

Von Waldemar Düse. Onur Tüysüz muss noch bis zum 11. November warten. Dann ist seine dreiwöchige Sperre vorbei und er darf wieder kicken.
Sein Verein, Fußball-Landesligist Klub Kosova, hat ungewollt eine ganz andere Durststrecke beendet: Seit dem zweiten Spieltag waren die Wilhelmsburger Tabellenführer der Hansa-Staffel. Nach ihrer dritten Saisonniederlage, dem schmerzhaften 0:2 im Derby gegen Dersimspor, finden sie sich auf dem ungewohnten zweiten Platz wieder. Thorsten Beyer und Ingo Brussolo, die beiden verantwortlichen Trainer Kosovas, haben Recht behalten. Trotz eines Vorsprungs von zeitweise fünf Punkten auf den jeweiligen Tabellenzweiten, hatten sie stets betont, nicht den Überflieger der Liga zu coachen.
In der Bezirksliga Süd ist der mit großen Ambitionen in die Saison gestartete SV Wilhelmsburg nach der peinlichen 1:2-Derby-Niederlage bei Rot Weiss noch hinter den Aufsteiger auf Rang zwölf zurückgefallen. Nach der vierten Niederlage hintereinander kann davon ausgegangen werden, dass diese spezielle Durstrecke am Vogelhüttendeich für interessante Diskussionen sorgen wird.
Man muss kein Prophet sein, um zu sagen: Bis zur Winterpause wird es insbesondere auf der Elbinsel spannend bleiben.
Waren die Töne am Vogelhüttendeich zu Saisonbeginn forsch und sind zum Ende der Hinserie hin etwas kleinlauter geworden, so schlägt man am Neuländer Elbdeich aktuell etwas forschere Töne an. Nach drei Siegen und zwei Unentschieden – auch gegen drei Spitzenteams der Liga – lenkte Kai Heimsoth den Blick nach oben. Dort wolle man ein Wörtchen mitreden, so der Co-Trainer.
Viel Zeit zum Nachdenken und nicht zum Reden ha Juan Antonio Arminio Selles bekommen. Der Kicker des SV Wilhelmsburg 3 war in der Partie gegen DJK Hamburg mit Rot vom Platz gestellt worden. Das Sportgericht hat ihn dafür zu einer Sperre von zehn Pflichtspielen verdonnert.
Ähnlich derbe muss es wohl Philipp Bekdas getrieben haben. In der Bezirksligapartie seines SVS Mesopotamien gegen den FTSV Altenwerder hatte er Rot gesehen. Eine Sperre von acht Pflichtspielen ist auch nicht von schlechten Eltern.
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