„Irgendwann in die Oberliga“

Die 1. Herrenmannschaft des neu gegründeten FC Bulgaria strebt gleich im ersten Jahr ihres Bestehens den Aufstieg in die Kreisklasse A an. Foto: pr

Neu gegründeter FC Bulgaria hat hohe Ziele, fliegt aber gleich im Oddset-Pokal raus

RAINER PONIK, HAMBURG-SÜD
Aus einer Idee wurde ein Fußballklub. Der FC Bulgaria nimmt in der neuen Saison am Spielbetrieb in Hamburg teil. Dahinter stehen drei Freunde, die man im Amateurfußball des Südens kennt: Asen Illiev, Klaus Skarupke und Bilyal Mustafov. „Wir wollen unsere männlichen Landsleute aus den Cafes und die Kinder und Jugendlichen von der Straße holen und ihnen die Möglichkeit bieten, bei uns Fußball zu spielen“, erzählt Asen Illliev, der beim FC Bulgaria als Erster Vorsitzender fungiert und früher unter Anderem in der A-Junioren-Bundesliga und beim FC Süderelbe spielte.
Die drei Freunde kennen viele Bulgaren, die nach Deutschland gekommen sind und hier anfangs fast ausschließlich arbeiten. „Die Leute können bei uns ihren Alltagsstress vergessen und kommen mal auf andere Gedanken“, verspricht Klaus Skarupke.

Spielersuche auf Plakaten und sozialen Netzwerken
„Bei uns sind aber natürlich nicht nur Bulgaren, sondern auch Deutsche und Menschen anderer Nationen willkommen“, sieht Trainer Bilyal Mustafov die Integration als wichtigstes Vereinsziel. Aber der FC Bulgaria will auch sportliche Erfolge feiern. Durch einen Aufruf in den sozialen Netzwerken und eine Plakataktion meldeten sich schnell viele interessierte Männer, die sich dem jungen Verein anschließen wollten. Mittlerweile verfügt der neue Club über einen 23 Spieler starken Kader und vier hoch motivierte Trainer, die dem Team den sofortigen Aufstieg in die Kreisklasse A zum Ziel gesetzt haben.„Für mich zählt nur der erste Platz!“, ist Bilyal Mustafov, der selbst noch aktiv für den Oberligisten FC Türkiye die Fußballstiefel schnürt, vom Potential seines Teams überzeugt.
Die Mannschaft besteht aus erfolgshungrigen jungen, aber auch erfahrenen Spielern, die in Bulgarien zum Teil bereits in der zweiten oder dritten Liga gespielt haben. Das erste Pflichtspiel verlief allerdings nicht so, wie man es sich beim FC Bulgaria wünschte. In der ersten Pokalrunde unterlag man dem FC Hamburger Berg auf dem Sportplatz an der Wendenstraße 164, auf dem der FCB zunächst einmal eine sportliche Heimat gefunden hat, nach einer über weite Strecken recht ausgeglichener Partie mit 0:2.
„Wir peilen den Durchmarsch bis in die Bezirksliga an und wollen langfristig gesehen auch mal in der Oberliga ankommen“, hält Asen Illiev trotzdem an hohen Zielen fest. Schließlich möchte man mittelfristig auch Nachwuchsarbeit betreiben und eine Jugendabteilung aufbauen.
Auch außerhalb des Platzes möchte der FC Bulgaria sich vorbildlich präsentieren. „Bei uns sollen sich Spieler, Trainer und Schiedsrichter wohlfühlen“, hofft der Clubchef darauf, dass man nach den Spielen mit manchem Gegner auch noch gemütlich zusammensitzen kann.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.