HTB-Trainer: „Werde nur noch mit konkurenzfähigem Kader arbeiten“

Für Nabil Toumi sind noch viele Fragen offen. Foto: Düse

Fußball: Bezirksligist wird wohl einige Talente mit Potenzial zur Jahnhöhe holen

Von Waldemar Düse. Klar ist Anfang März schon, wohin die Reise beim Fußball-Bezirksligisten HTB in dieser Saison nicht geht: Der Klassenerhalt ist nicht in Gefahr, Meisterschaft und Aufstieg sind nicht mehr erreichbar. Von jetzt an beginnen die Unklarheiten.
„Ich weiß selber noch nicht, wohin die Reise geht“, sagt HTB-Trainer Nabil Toumi im Hinblick auf das kommende Spieljahr. „Wir haben weder im Funktionsteam noch mit den Spielern Gespräche geführt. Klar ist nur, ich werde nicht mehr mit einem nicht-konkurrenzfähigen Kader arbeiten.“

Sind die Spieler am Ende ihrer Entwicklung angelangt?


Für den stets besonnenen und argumentierenden Toumi ist diese Ansage schon eine Hausnummer. Mit dem Verein sieht er sich dabei auf einer Linie. „Ich habe seit drei Jahren bei keinem Liga-Punktspiel
gefehlt. Wie die nötige Ernsthaftigkeit auszusehen hat, mit der man an die Bezirksliga herangeht, das sehen einige Spieler aber ganz anders“, kritisiert Nabil Toumi.
Allem Anschein nach ist der jetzige Kader am Ende seiner Entwicklung angelangt. Für das Vorhaben, neue Reize in Form neuer Spieler zu schaffen, setzt die Vernunft dem HTB Grenzen. „Wir können von außen keine fertigen Spieler holen, die uns sofort weiterhelfen“, so Toumi.
Bleibt also nur der Weg, junge Spieler selbst zu entwickeln, vorzugsweise aus dem eigenen Stall. Einige Hoffnung macht die derzeitige, in der Oberliga spielende 1. A-Jugend. Lange Zeit an erster oder zweiter Stelle in Hamburgs höchster Spielklasse rangierend, hat sie auf Rang fünf nun ein wenig den Anschluss verloren. Hinter einer möglichen Qualifikation und Meldung für die Regionalliga stehen derzeit noch dicke Fragezeichen. „Drei oder vier Spieler aus diesem Jahrgang könnten in der Bezirksliga sicherlich eine gute Rolle spielen“, ist sich Toumi sicher. An Gesprächsbedarf wird es auf der Jahnhöhe in naher Zukunft demnach nicht mangeln.
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