HTB-Coach Toumi: „Sind wieder konkurrenzfähig“

Trainer Harburger TB: Nabil Toumi. Foto: Düse

Landesliga: Harburger TB macht Boden im Abstiegskampf gut.

Von Waldemar Düse. Nicht immer verstellt ein Blick auf Spezial-Statistiken den Blick auf das Wesentliche. Manchmal hilft er sogar beim Verständnis, etwa um Gründe für den Aufschwung des Harburger TB in der Fußball-Landesliga zu finden. Sieben Punkte in der Hinrunde und schon 15 Zähler, obwohl erst zwei Drittel der Rückrunde gespielt sind. Irgendetwas hat sich beim Tabellenvorletzten verändert.
„Wir sind jetzt konkurrenzfähig, aber jedes Spiel ist für uns eine ganz enge Kiste“, so die wesentliche Erkenntnis für
Nabil Toumi, den Coach des Aufsteigers. Für die Beantwortung der Frage nach dem
Warum hat er mehrere Antworten parat. „Zum einen
glückliche Fügung.“ Damit sind nicht die Folgen einer österlichen Pilgerreise nach Rom gemeint, sondern die Neuzugänge Erhan Albayrak, Nihat Eryüce und Thomas Hanke. „Mit ihnen haben wir viel defensive Stabilität im Zentrum hinzugewonnen und Kyrill Schneider hat für seine gefährlichen Standards endlich auch Abnehmer.“
Und dann sind da die zunehmenden Erfolgserlebnisse, die der Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke gäben. Toumi ist damit weniger auf Motivationskrücken wie „kleine Ziele vorgeben“ angewiesen. „Das lässt sich den Spielern über unsere derzeitige Situation viel einfacher vermitteln, weil der Blick auf die Tabelle einfach nicht aus den Köpfen zu kriegen ist.“
„Wir wollen die Spannung hochhalten!“
Nur noch drei Punkte Rück- stand auf einen Nicht-Abstiegsplatz bei einem Spiel weniger als die unmittelbaren Mit-Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt lassen sich aufholen. Daraus ergibt sich auch
das Ziel für den restlichen Saisonverlauf: „Wir wollen bis zum Ende die Spannung hochhalten.“
Sollten die HTB-Fans darüber hinaus noch weitere positive Veränderungen bei ihrer Mannschaft feststellen, könnte das etwas mit Toumis Tätigkeit als Stützpunkttrainer des Hamburger Fußball-Verbandes zu tun haben. Bei den vom DFB initiierten Fortbildungsmaßnahmen für seine Trainer wird sehr viel Wert auf das Kennenlernen anderer Sportarten gelegt. „Wir waren bereits beim Badminton, Eishockey und Football“, so Toumi, „und jetzt gerade beim Tischtennis. Die Beinarbeit der Spieler und die ständige Fokussierung auf den Ball, die Voraussetzung für Erfolg ist, sind schon beeindruckend.“ Vielleicht wird Kyrill Schneiders „goldener rechter Fuß“ ja noch besser und seine Standards noch gefährlicher.
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