Helmut Ravens: Nur die Ruhe

m Abstiegskampf: Helmut Ravens, Trainer der FSV Harburg-Rönneburg. Foto: Düse

Fußball: Trainer des Kreisligisten FSV Harburg-Rönneburg muss im Abstiegskampf auf Ex-Kapitän Jeske verzichten.

Von Waldemar Düse. Die Situation ist für Helmut Ravens nicht neu, vielleicht reagiert er deshalb verhältnismäßig unaufgeregt auf sie. In der vergangenen Saison rettete sich die FSV Harburg-Rönneburg erst am vorletzten Spieltag vor dem Sturz ins Nichts, was im Amateurfußball mit der Kreisklasse gleichzusetzen ist.
In den am heutigen Sonnabend, 14. Februar, beginnenden Rest der Saison geht der harburgische Traditionsklub als Drittletzter erneut als stark abstiegsbedroht. „Natürlich haben wir Druck. Aber dem müssen wir entgegen wirken.“ Mehr sagt Helmut Ravens dazu nicht.
Diese relative Ruhe hat einen wesentlichen Grund. „Außer den ersten drei Mannschaften in der Tabelle sind alle anderen für uns machbar“, ist sich der FSV-Trainer sicher. Da sei er sich mit vielen Kollegen aus der Staffel einig. Andererseits gilt das dann natürlich auch für die anderen „machbaren“ Mannschaften seinem Team gegenüber.
Und wie der Abstiegsgefahr entgegenwirken? Auch darauf hat Helmut Ravens eine ebenso einfache wie klare Antwort: „Es müssen alle mitziehen, das ist unsere Grundlage.“ Mit den seit längerem bekannten Einschränkungen. So ist Sven Bendt nicht für alle Trainingseinheiten oder Spiele aufgrund seines Dienstes bei der Bundeswehr verfügbar, gleiches gilt für einige Polizisten im Kader. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass sich Ravens bei konkreten Zielvorgaben zurückhält. „Wir freuen uns, wenn wir gute Spiele machen.“
Der Kader hat in der Winterpause nur geringe Veränderungen erfahren. Dass der einzige Abgang ausgerechnet Kapitän Dimitri Jeske ist, könnte sich noch als gravierender Nachteil erweisen. „Dieser Wechsel war für mich sehr enttäuschend“, sagt Ravens. „In der Winterpause macht man so etwas nicht.“ Ob einige Zugänge den Weggang auffangen können, will Ravens noch dahin gestellt sein lassen. Vier neue Akteure sind gekommen, davon zwei südamerikanische Studenten der TU Harburg. „Bei allen muss sich erstmal zeigen, ob sie überhaupt das Zeug für die Liga haben.“
Trotz der angespannten Situation und fehlender Perspektiven „nach oben“ mache ihm „die Arbeit noch Spaß“, so Ravens. Im März werde man sich im Verein zusammensetzen, um über eine weitere Zusammenarbeit zu sprechen.
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