Helmut Ravens: Coach ohne Illusionen

elmut Ravens, Trainer der FSV Harburg-Rönneburg, trägt nicht nur Verantwortung, sondern auch mal den Eiskoffer. Foto: Düse

Kreisliga: FSV Harburg-Rönneburg kämpft gegen den Abstieg.

Von Waldemar Düse. Wer auf die Wilstorfer Höh möchte, muss sich gut auskennen. Obwohl die Sportanlage der FSV Harburg-Rönneburg an der Brandesstraße eine lange Tradition hat, haben sie viele gar nicht auf dem Schirm. Versteckt im „Kleine-Leute-Viertel“ am Rangierbahnhof Harburg, trägt die Ligamannschaft des Vereins seit der neuen Saison hier wieder ihre Heimspiele in der Fußball-Kreisliga 1 aus.
Dabei taugt die Lage im Abseits des größeren Fußballgeschehens durchaus als Sinnbild für die Situation der Mannschaft. Nach drei Spieltagen führt sie als Achter die untere Hälfte der Tabelle an. „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt. Unser Personal gibt es nicht her, oben mitzuspielen“, blickt Liga-Trainer Helmut Ravens illusionslos in die Spielzeit. 16 Akteure stehen auf seinem Kaderzettel, drei haben den Klub verlassen, zwei sind neu hinzugekommen, davon einer aus dem eigenen Nachwuchs. „Ich weiß nicht, woran es liegt, aber es ist sehr schwierig, jemanden für uns zu begeistern.“ Noch fehlt dem Verein ein tragfähiger Unterbau, der es erlauben würde, regelmäßig mit eigenen Jugendspielern nachzufüttern.
Seit vier Jahren trainiert der „alte Steller“ nun die Blau-Schwarzen, zuerst den SV Rönneburg und nach der Fusion die FSV Harburg-Rönneburg. Nach seiner aktiven Zeit in Over war der umgängliche Ravens dort zehn Jahre lang Jugendtrainer, ehe er für drei Jahre die Ligamannschaft übernahm. Danach drei Jahre in Ramelsloh und wieder zurück nach Over. Bodenständigkeit im erweiterten Rahmen könnte man sagen.
Frust zu schieben – das kommt für Helmut Ravens trotz einer schwierigen Situation überhaupt nicht in Frage. „Wir haben eine tolle Truppe, die auch nach den Spielen noch zusammen sitzt. Überhaupt hat sich im Umfeld in letzter Zeit einiges getan“, wirbt der Trainer mit weichen Standortfaktoren. „Die, die da sind, ziehen alle mit.“ Meistens sind berufliche Gründe dafür verantwortlich, dass nur die Hälfte des Kaders regelmäßig trainieren kann.
Am morgigen Sonntag, 24. August, 15 Uhr, geht es zum punktgleichen Tabellenelften Moorburger TSV. Auch einer dieser etwas abseitigen und spannenden Fußballorte.
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