Harburger SC zum Siegen verdammt

Ernste Mienen: Alexander Reckewell und Savino Scarcelli (li.) bilden das Trainergespann des Harburger SC. Foto: Düse

Fußball: Heißes Derby gegen den HTB.

Von Waldemar Düse.
Zehn Punkte trennen den Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Süd und den Tabellenfünften nach nur elf Spielen. Aus dieser Ausgangslage schöpft das Spiel des Harburger TB gegen den Harburger SC seine Brisanz.
Dabei liegt der weitaus größere Druck auf Seiten des HSC. Der Kader ist vor Saisonbeginn erheblich verstärkt worden: Aissam Queslati und insbesondere Lukasz Sosnowski und Mehmet Ören sind seit Jahren bekannte Namen im hamburgischen Amateurfußball. „Der Kader ist stark genug, ganz oben mitzuspielen“, ist sich nicht nur HSC-Trainer Alexander Reckewell sicher. Gleiches bescheinigen auch viele Trainerkollegen. Das Problem ist nur: Er spielt nicht ganz oben mit. Und zehn Punkte Rückstand auf den HTB und sieben auf den ebenfalls als heißen Meis-terschaftskandidaten gehandelten Klub Kosova sind eine Hausnummer.
„Wir haben die Spiele beim SV Wilhelmsburg, in Neuland und beim FC Türkiye II klar bestimmt, aber sechs Punkte liegen gelassen“, so Reckewell und betont, dass die jeweiligen Schiedsrichter durch sehr fragwürdige Entscheidungen daran nicht ganz unbeteiligt gewesen seien.
Warum auch immer: Der HSC ist zum Siegen verdammt, will er sein Saisonziel „Aufstieg“ noch erreichen. Und seine Feuertaufe hat der „neu formierte“ – andere sagen „zusammengewürfelte“ – Kader erst dann bestanden, wenn er aufgrund weiterer Misserfolgserlebnisse nicht auseinanderbricht.
Und als reiche das nicht schon an Brisanz, sind da auch noch die gemeinsamen Jahre beim FTSV Altenwerder, die HTB-Trainer Ingo Brussolo und Reckewell verbinden. „Ich habe ihn schon in der Jugend trainiert und gehöre sicherlich zu einem seiner Mentoren“, so Brussolo. Gelitten hat das gute Verhältnis zuletzt allerdings an den Umständen, unter den Torjäger Cemil Yakut im Sommer in letzter Minute von der Jahnhöhe zum Rabenstein gewechselt ist. Yakut ist jedoch erst im November spielberechtigt.
Derweil hat Staffelkonkurrent SV Wilhelmsburg sein Nachholspiel bei Grün-Weiss Harburg mit 2:1 gewonnen. Durch zwei Tore von Spielertrainer Peter Lascheit sicherten sich die Wilhelmsburger den Tabellenplatz vor dem HSC.
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