Hamburgs Fußballfunktionäre nerven Harburger Klubs

Viktorias Vorsitzender Michael Krivolahvek fühlt sich vom Hamburger Fußball-Verband im Regen stehen gelassen. Foto: düse

Kreisliga: Kooperationspartner Viktoria und HSC müssen
gemeinsam in einer Staffel spielen

Waldemar Düse, Harburg
Alles schien im grünen Bereich zu sein. Die im vergangenen Frühsommer vertraglich geregelte Fußball-Kooperation zwischen dem FC Viktoria und dem Harburger SC brachte offensichtlich die gewünschten Ergebnisse. „Wir sind beide zufrieden gewesen“, sagt Viktorias Vorsitzender Michael Krivolahvek. Beide Vereine entschlossen sich, die Zusammenarbeit auch in der gerade angelaufenen Saison fortzusetzen.Groß war die beiderseitige Freude auch nach dem Aufstieg des HSC, dem „Team 2“ der Kooperationsvereinbarung. Viktoria, das „Team 1“, wurde für die angestammte Kreisligastaffel 1 gemeldet, der HSC sollte nach dem Wunsch der Verantwortlichen in der Staffel 4 antreten.
Nach der Veröffentlichung der Staffeleinteilungen herrschte an Kapellenweg und Rabenstein Fassungslosigkeit. Der Hamburger Fußball-Verband hatte beide
Teams in die Staffel 1 eingegliedert und änderte trotz einiger Interventionen nichts an seiner Entscheidung. „Unverständlich, zumal der Verband den Kooperationsvertrag vorliegen hat. Selbst ein Brief des Hamburger Sportbundes hat daran nichts geändert“, so Krivohlavek.
Im direkten Duell wird’s keine Freundschaften geben

Die Verantwortlichen müssen sich also auf eine völlig neue Situation einstellen. „Zum Glück treffen wir im direkten Duell wenigstens frühzeitig aufeinander. Viel schlimmer wäre es gewesen, wenn die Ergebnisse dieser Spiele auch noch sportlich entscheidend gewesen wären“, findet Krivolahvek auch das Gute im Schlechten. Nach den Ferien wolle man sich zusammensetzen und über die neue Konstellation beraten. „Klar ist nur so viel, dass es im direkten Duell keine Freundschaften geben wird.“Bestandteil der Gespräche wird dann sicherlich auch sein, ob „Team 1“ und „Team 2“ nicht komplett neu organisiert werden müssen. Und im Weiteren, ob aus der Fußball-Kooperation nicht noch mehr werden kann. Unbeeindruckt von dieser Zukunftsmusik präsentierte sich „Team 1“ unter seinem neuen verantwortlichen Trainer Juval Karanikas zum Saisonauftakt beim 1:0 gegen den FC Süderelbe II in Krivolahveks Augen „mit einer top Mannschaftsleistung“. Immerhin war es in dieser Konstellation möglich, an einem Strang zu ziehen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.