Grummeln bei Viktoria

Michael Krivolahvek will Vorsitzender bei Viktoria Harburg werden. Foto: Düse

Kooperationsprojekt mit HSC in der Kritik

Von Waldemar Düse. Die Hoffnungen waren groß, als Viktoria Harburg und der HSC im Sommer ihr Kooperationsprojekt für den Liga-Bereich vorstellten. Bündelung der mittlerweile eher schwachbrüstigen Kräfte beider Klubs und mit Thorsten Bettin ein Trainer, der in den Augen der beiden treibenden Kräfte Thomas Thomsen (HSC) und Michael Krivolahvek (Viktoria) „wie die Faust aufs Auge passt“.
Sollte der herausragende Start von „Kooperationsteam 1“ Viktoria bis an die Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga 1 irgendwo Euphorie ausgelöst haben, dürfte die mittlerweile verflogen sein. Schuld daran dürfte nicht das Abrutschen auf Tabellenplatz drei sein. Bekanntlich hat Bettin vor Kurzem eine vorher vereinbarte Option genutzt und das Kooperationsprojekt in Richtung des Oberligisten FC Türkiye wieder verlassen. Nachvollziehbar. Er hat damit aber auf dem Auge eine kleine Delle hinterlassen: zumindest bei Viktoria hat diese Konstellation nicht nur Befürworter.
„Das war nichts Anderes als eine gut bezahlte Wartezeit für ihn“, sagen Vereinsmitglieder hinter vorgehaltener Hand. Und überhaupt könne von einer Zusammenarbeit bislang keine Rede sein, bis heute sei kein Punkt des Kooperationsvertrags realisiert worden und der Vertrag bringe finanziell und sportlich nichts, so der Vorwurf. Zudem sei er auf den Ligabereich fixiert.
Michael Krivolahvek will Vorsitzender werden

Dieses Grummeln könnte auf der Mitgliederversammlung für erhöhten Diskussionsbedarf sorgen. Am 25. November wird sich der bei Viktoria unumstrittene Michael Krivolahvek als Nachfolger für den nicht mehr kandidierenden Gerd von Gusinski als 1. Vorsitzenden zur Wahl stellen.
Derweil scheinen die Verantwortlichen bei der Suche nach einem Nachfolger für Bettin fündig geworden zu sein. Dem Vernehmen nach handelt es sich dabei um einen anderen „bunten Hund“ des Harburger Fußballgeschehens der vergangenen Jahre: Thorsten Cornehl. Cornehl hatte im Süden zuletzt bis zum Sommer 2010 den FC Süderelbe gecoacht, davor zwischen 2002 und 2007 den HSC. Derzeit kümmert er sich in der Oberliga 1 um die Alten Herren des HSC.
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