Goldene Zielstrebigkeit

Inspiration durch den Gold-Achter: Mia Meyer hat die Erfolgsfahrt im englichen Eaton vor dem Fernseher verfolgt.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Eine schnelle Führung nach dem Start. Alle erwarten einen Sieg. So oft wurde von Gold gesprochen. Es wäre eine Niederlage, „nur“ die Silbermedaille überreicht zu bekommen. Großbritannien gibt sich nicht kampflos geschlagen. Von Schlag zu Schlag kommen sie näher an das deutsche Boot heran, überholen es 300 Meter vor dem Ziel sogar um einige Zentimeter. Jetzt entscheidet die mentale Stärke. Wenn die deutschen Ruderer nun im Kopf versagen, werden sie nicht als Sieger über die Ziellinie fahren. Doch nicht die Eingeholten brechen ein, sondern die Angreifer.
Deutschlands Flaggschiff, der Ruderachter der Männer, holt olympisches Gold!
Das muss ein gigantisches Gefühl sein, vor Millionen Fernsehzuschauern die hart erarbeitete Medaille entgegenzunehmen. Nach der großen Niederlage 2008 und darauffolgenden vier Jahren mit hartem Training werden die Sportler endlich für ihr Durchhaltevermögen belohnt.
Als ich die Bilder am Mittwoch im Fernsehen gesehen habe, wusste ich wieder, wofür sich das ganze Training lohnt. Jeder Sportler geht durch Höhen und Tiefen in seiner Karriere. Doch wenn man sich langfristig Ziele setzt und diese nicht aus den Augen verliert, können sie auch erreicht werden.

Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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