Fünf-Meter-Sprünge über dem Wasserstrahl

Sympathisch gelassen nahm Lokalmatador Tom Richter seinen siebten Platz: „Der Blick geht Richtung Deutsche Meisterschaft.“ Foto: Andreas Tsilis

1.500 Zuschauer bei den Hamburger Wakeboard- und Wakeskate-Meisterschaften.

Von Andreas Tsilis. Während die drei Männer von der Freiwilligen Feuerwehr einen geruhsamen Tag im Boot verbrachten, ging es nur knapp zehn Meter entfernt zur Sache. In Neuland kämpften 41 Wakeboarder und fünf Wakeskater aus dem ganzen Bundesgebiet um die Platzierungen. Rund 1.500 Zuschauer ließen sich das nicht entgehen – und erlebten bei freiem Eintritt und strahlendem Sonnenschein spektakuläre Stunts über Hindernisse wie Kicker, slider, table oder funbox und akrobatische Pirouettendreher.
Besonderen sportlichen Ehrgeiz erwartete man von den Akteuren aus Hamburg, schließlich ging es für diese zusätzlich um die Hamburger Meisterschaft. Als Titelfavorit galt dabei neben dem Wilhelmsburger René Konrad auch der Harburger Lokalmatador Tom Richter, die aktuelle Nummer vier der Weltrangliste.
Während sich Konrad in der Kategorie „Open Men ohne Altersbeschränkung“ den Sieg in einem hochklassigen und spannenden Wettkampf sicherte, lief es für Richter als siebtplatzierten nicht so rund. „Zuallererst muss man den Gegner in sich besiegen“, philosophierte der 21-jährige und ergänzte, „dass man sich bei diesem Top-Starterfeld keinen noch so kleinen Konzentrationsfehler erlauben kann.“ Sympathisch gelassen nahm er das Ergebnis: „Neid oder Konkurrenzgedanken gibt’s bei uns nicht, es geht alles freundschaftlich zu“, und, da war der Student der Medienwissenschaften wieder ganz Profi, „mein Blick richtet sich auf die Deutsche Meisterschaft in Salzgitter.“ So weit will Mats Brassait gar nicht denken. Der Neu Wulmstorfer Freizeitwakeboarder läßt sich „am liebsten von seiner Freundin im Boot über die Elbe ziehen“. Ganz so passiv blieben selbst die Feuerwehrmänner dann doch nicht. Für den „nächtlich-beleuchteten Sprung über den Wasserstrahl“ schossen sie beim legendären High Jump Contest aus allen Rohren. Wie im vergangenen Jahr konnte sich dabei René Konrad mit einer Sprunghöhe von fünf Metern gegen Tom Richter und Mike Hilgers durchsetzen.
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