Ferien neu aufgelegt

Komisches Gefühl: Mia Meyer musste erstmals in diesem Sommer nicht mehr in die Schule.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Der Wecker klingelt vier Stunden früher als sonst. Oder besser: er klingelt überhaupt. Mit Schlaf in den Augen quält man sich ins Bad und verflucht den Alltag schon, bevor er überhaupt begonnen hat.
So ungefähr würde ich das viermal jährlich wiederkehrende Gefühl beschreiben, das mir in zwölf Jahren meines Lebens stets den ersten Schultag nach den Ferien „versüßte“.
Für meine zwei Jahre jüngere Schwester ist der Schul-alltag nach der großen Sommerpause schon wieder in vollem Gange. Die Ferien werde ich wohl am meisten vermissen, denn die habe ich jetzt nach meinem Abschluss nie wieder. Schon ziemlich unfair, dass die erste Belohnung nach dem Bestehen des Abiturs das Wegfallen der Ferien bedeutet. Ab sofort nennt man es „Urlaub“. Nie wieder fest datierte Freizeit. Nie wieder sechs Wochen am Stück pure Entspannung.
Aber noch möchte ich mich gar nicht beklagen. Momentan haben die jüngeren Jahrgänge mein Mitleid. Während meine Schwester die Kurvendiskussion erlernt, diskutiere ich höchstens mit meiner gleichaltrigen Arbeitskollegin Nina, woher wir bis zum Oktoberfest ein Dirndl herbekommen. Auf die Idee einen Wochenendtrip nach München zu machen, kamen wir in Timmendorfer Strand. Dort waren wir bei der Deutschen Meisterschaft im Beachvolleyball zum Arbeiten. Zwar hatte ich keine Ferien, aber ein verlängertes Wochenende an der Küste oder eine Reise nach Bayern ist mindestens genauso spannend.

Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer
Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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