FC Süderelbe: Verbands-Posse um das Relegationsspiel!

Matthias Nehls (li.) und der Spielausschuss-Vorsitzende Joachim Dipner – hier bei einer Preisverleihung für den 2. Vorsitzenden des FC Süderelbe – kennen sich mit den Statuten bestens aus (das ist nicht ironisch gemeint)!! Foto: HFV

Fußball: Rückzug von Oststeinbek sorgt für Riesenwirbel

Von Waldemar Düse. Vor einigen Wochen erschien an dieser Stelle ein Artikel über die außerordentliche Wichtigkeit derjenigen, die sich in den Fußballvereinen darum kümmern, dass alles, was passiert, auch den Statuten des Hamburger Fußballverbands entspricht. Viele werden sich gefragt haben: Was soll das? Jetzt, in der entscheidenden Saisonphase? Gibt es nichts Spannenderes?
Die Antwort darauf, die keine weiteren Fragen mehr zulässt, folgt jetzt – in Kurzform. Der Oststeinbeker SV meldet seine Ligamannschaft rechtzeitig zur Oberliga an. Am vergangenen Dienstag erklärt der Oststeinbeker SV aufgrund von vereinsinternen Querelen seinen Rück- zug aus der Oberliga. Vier Stunden vor dem ersten Oberliga-Relegationsspiel zwischen den beiden Landesliga-Zweiten FC Süderelbe und USC Paloma. Das Relegationsspiel ist nun ein Freundschaftsspiel, weil beide Teams nun als Aufsteiger feststehen. Zwei Stunden vor dem Anstoß erklärt der Oststeinbeker SV seinen Rückzug vom Rückzug, die vereinsinternen Querelen sind ausgeräumt.
Das Relegationsspiel ist nun wieder ein Relegationsspiel. Weil der HFV die beteiligten Vereine zeitnah auf dem Laufenden hält, ist die Verwirrung am Kiesbarg komplett: Ist das 2:1 des FC Süderelbe nun ein Relegations- oder ein Freundschaftssieg? Am Mittwoch trifft der Spielausschuss des HFV im schriftlichen Verfahren folgende Verwaltungsentscheidung: Der Rückzug bleibt rechtswirksam. Die Begegnung ist demnach in Freundschaft verlaufen. Das lässt auch den Harburger TB jubeln. Der Bezirksliga-Vizemeister ist nun sogar als Dritter der Relegation in die Landesliga aufgestiegen.
Allerdings hat der Oststeinbeker SV bis gestern die Möglichkeit gehabt, auf eine mündliche Verhandlung vor dem Spielausschuss zu bestehen und wenige Stunden vor dem Anstoß aus dem Rückspiel eine Hängepartie zu machen.
Für alle betroffenen Vereine bieten sich nun wiederum Ansätze, Proteste vor dem Verbandsgericht gegen die Entscheidung des Spielausschusses zu formulieren. Wenn sie denn Menschen in ihren Reihen haben, die sich mit den Statuten auskennen, richtig gut auskennen. Diese Menschen sind in Fußballvereinen außerordentlich wichtig. Bekanntlich wird Fußball größtenteils im Kopf entschieden. Noch Fragen?
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