Faustball feiert sein Comeback

In den höheren Faustball-Spielklassen geht es sehr athletisch zu. Foto: pr

SV Wilhelmsburg will das traditionelle Rückschlagspiel aus der Versenkung holen

RAINER PONIK, HAMBURG-SÜD

Während immer neue Trendsportarten für große Konkurrenz sorgen, drohen andere Bewegungsspiele in der Versenkung zu verschwinden. So ist es in den vergangenen Jahrzehnten auch dem Faustballspiel ergangen.
Der Spielgedanke ist dem des Volleyballs sehr ähnlich: Der Ball wird in Form eine Angabe mit der Faust über eine Leine, ein Netz oder Band ins gegnerische Feld geschlagen. Dort wird der Ball mit dem Arm angenommen, zugespielt und zurückgeschlagen.
Ein Ballwechsel wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler macht. Im Gegensatz zum Volleyball darf der Ball zwischen den Schlägen immer einmal den Boden berühren.
„Deshalb ist Faustball ein Sport, der bis ins hohe Alter aktiv ausgeübt werden kann“, weiß Fritz Steinseifer aus eigener Erfahrung. Der Faustball-Abteilungsleiter des SV Wilhelmsburg hat das traditionsreiche Rückschlagspiel von Kindesbeinen an gern gespielt und sich nach seinem berufsbedingten Umzug nach Hamburg 1991 den Wilhelmsburgern angeschlossen und wurde erster Vorsitzender des SVW.
Selten im Sport: Jung und alt spielen gemeinsam
Jeden Mittwoch zwischen 18.30 und 20 Uhr treffen sich die Faustballer in der Bezirkssporthalle an der Dratelnstraße zum gemeinsamen Training. Wer mitmachen möchte, ist – unabhängig von Alter und Geschlecht – beim SV Wilhelmsburg willkommen. „Da die Regeln sehr einfach sind, können auch Anfänger sofort mit einsteigen“, wirbt Steinseifer.
Hamburgweit wird derzeit an der Wiederbelebung des Faustballs gearbeitet: Über Fortbildungen, vor allem für Lehrer, soll der ehemals weit verbreitete Schulsport in Hamburger Schulen wieder auf den Lehrplan kommen.
„In den Vereinen können junge und ältere Spieler generationsübergreifend in einem Team zusammenspielen und Spaß haben“, stellt Steinseifer einen weiteren Vorteil im Vergleich zu anderen Sportarten heraus. Wer großen sportlichen Ehrgeiz mitbringt, kann in Hamburg auch höherklassig aktiv werden.
„Bei uns in Wilhelmsburg stehen aber Bewegung und Spielfreude im Vordergrund“, so Steinseifer.
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