Este 06/70: Reicht Platz zwei zum Aufstieg?

Estes Trainer Rossen Atanassov. Foto: Düse

Trainer Rossen Atanassov hofft auf Nordklubs in der Regionalliga.

Von Waldemar Düse. Wenn ein Aufsteiger den Klassenerhalt bereits fünf Spieltage vor Saisonende geschafft hat, dann ist das zweifellos ein großer Erfolg. Selbst mit der Einschränkung, dass dem FC Süderelbe ein Rückzug und zwei nicht Oberligataugliche Mitkonkurrenten mitentscheidend in die Karten gespielt haben.
Auch in der Landesliga Hansa spielt eine Wenn-Dann-Verbindung die entscheidende Rolle, allerdings erst am letzten Spieltag und in einem direkten Zusammenhang. Wenn der FC Türkiye nämlich seine Partie bei Vorwärts/Wacker gewinnt, sind die Wilhelmsburger mit Sicherheit Meister und Aufsteiger in die Oberliga. Zum Leidwesen zweier Südklubs helfen alle Wenns und Abers dieser Welt im Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr: Der FTSV Altenwerder und der Harburger TB sind bereits abgestiegen. Kosova und Dersimspor können tun und lassen, was sie wollen, sie bleiben Landesligisten.
In der Bezirksliga Süd ist der Spielvereinigung Este 06/70 die Vize-Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Wie in jedem Jahr gibt es in der Relegations-Aufstiegsrechnung zur Landesliga jedoch viele Unbekannte. Steigt der FC St. Pauli aus der 2. Bundesliga ab? Muss in Folge dessen U23 aus der Regionalliga zwangsabsteigen? Setzt sich der für die Regionalliga lizenzierte SC Victoria in der Aufstiegsrunde durch?

Rot Weiss Wilhelmsburg und Mesopotamien im „Endspiel“


Der Meister der Kreisliga-Staffel 1 muss sich all diese Gedanken nicht machen. Dadurch wird die Sache für Tabellenführer Mesopotamien und den Zweiten Rot Weiss Wilhelmsburg nicht einfacher. Beide sind vor dem abschließenden Spieltag nur durch einen Punkt voneinander getrennt – womit wir wieder bei unseren Wenn-Dann-Beziehungen sind: Wenn Mesopotamien gewinnt, ist die Mannschaft von Trainer Teodore Fici in jedem Fall aus eigener Kraft Meister und direkter Aufsteiger. Der Fluch der zwei Überflieger. Von den letzten 19 Begegnungen 18 gewonnen und einmal unentschieden gespielt – kein anderer der 128 Kreisligisten kann solch eine Serie vorweisen. Und trotzdem noch kein vorzeitiger Meister, es gibt ja noch Rot Weiss. Ähnlich spannend geht es im Keller zu. Nur das Schlusslicht FC Dynamo Hamburg ist ohne Wenn und Dann bereits abgestiegen. Neben dem Aufsteiger von der Veddel kann es noch fünf andere Teams treffen. Wenn etwas spannend ist, dann doch solch eine Konstellation.
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