„Es darf kein weiteres Bostelbek geben!“

Gute Haltungsnoten sind für Damir Bucar (rechts) und den HSC momentan nicht wichtig, es müssen Punkte her. Foto: Düse

Fußball-Bezirksliga: Damir Bucar, Trainer des Harburger SC, warnt vor den Folgen eines drohenden Abstiegs.

Von Waldemar Düse. Damir Bucar ist sich des Ernstes der Lage bewusst. „Es muss eine Menge passieren, damit wir doch noch den Klassenerhalt schaffen.“ Gerade haben sich der stark abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist HSC und Trainer Frank Heine getrennt. Der „Schon-Immer-HSCer“ Bucar ist sein Interimsnachfolger.
„Wir haben uns für eine interne Lösung entschieden, auch aus finanziellen Gründen“, so Bucar. Ganz neue Töne am Rabenstein. Das „Abenteuer Reckewell“ in der vergangenen Saison war ja nur der letzte gescheiterte Versuch einer langen Reihe von Versuchen, sich mit Geld zumindest eine Liga höher zu quälen.
Nun soll mit Spielern aus der ehemaligen zweiten Mannschaft, mit denen Bucar als Spielertrainer in der vergangenen Saison aus der Kreisliga abgestiegen ist, doch noch das kleine Wunder Klassenerhalt gelingen. In einem längeren Gespräch hätten Heine und er sich auf diese Lösung verständigt. „Frank Heine ist davon überzeugt, dass die Chancen auf den Klassenerhalt mit mir größer sind.“ Für andere Neuzugänge scheint der HSC ohne Geld nicht mehr attraktiv genug zu sein. Überdies hat Mehmet Karakaya aus ebendiesen Gründen den HSC in Richtung des FC Elazigspor, Tabellenführer der Bezirksliga Ost, verlassen. „Wer jetzt noch da ist, weiß aber auch, worum es für den Verein geht“, sagt Bucar.
Gleichzeitig wird auch schon am Plan B gewerkelt. Der Klub ist bereits auf der Suche nach einem Trainer, der eine neue, zukunftsfähige Mannschaft auch in der Kreisliga aufbauen will. „Ich weiß gar nicht, wann der HSC zuletzt in der Kreisliga gespielt hat.“ Für einen erst 32-Jährigen wie Bucar eine berechtigte Frage. ‚Noch nie‘ lautet die Antwort. Noch nie, seitdem 1984 die Kreisklasse eingeführt wurde und die Bezirksliga damit Hamburgs dritte Liga geworden ist.
Aber noch ist es nicht soweit. „Wenn wir die ersten beiden Spiele verlieren, dann war es das für uns“, ist sich Bucar sicher. Dann bleibt dem Traditionsklub vom Rabenstein nichts Anderes übrig, als den Neuaufbau zu versuchen. Ganz nach unten durchgereicht zu werden, müsse in jedem Fall vermieden werden. „Es darf kein weiteres Bostelbek geben!“
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