Er macht die Straßenfußballer fit

Fußballverrückt: Alexander Marker an der Seitenlinie. Foto: Düse

Die HNT hat mit Alexander Marker einen fußballverrückten Trainer

Von Waldemar Düse. Die meisten hat er buchstäblich auf der Straße eingesammelt. Dort, wo die jungen Deutsch-Russen gekickt haben, wann immer sie konnten. Es hatte nicht lange gedauert und Alexander Marker hatte die Straßenfußballer so weit, dass sie auch auf den Platz wollten. Einen Verein brauchte Marker, einst in der
Sowjetunion und in Russland selbst aktiver Fußballverrückter, nicht zu gründen. „Ich habe von Seiten der HNT große Unterstützung bekommen“, als er nachgefragt hatte, wie es mit einer neuen Ligamannschft wäre.
Vielleicht gab es ja noch jemanden in der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft, der sich an die großen Fußballzeiten der „Turner“ erinnern konnte: Zwischen 1986 und 1991 waren sie Landesligist, Ex-Profi André Golke (Bundesliga-mit 25 Treffern Rekordtorschütze des FC St. Pauli; später beim 1. FC Nürnberg und VfB Stuttgart) lernte bei der HNT das Kicken. Nach zwei Abstiegen und der Auflösung der Ligamannschaft war Feierabend.

„Ärgerlich“: Zu wenig Spieler kommen zum Training

„Nach meiner Arbeit habe ich Zeit“, sagt der Hausmeister
Alexander Marker über seinen Feierabend. Und was tut man da so? Na ja, man formt als Trainer eine Mannschaft, macht seit 2012 zwei Jahre Furore in der Kreisklasse und steigt dann in die Kreisliga auf. „Es war schon eine erstaunliche Entwicklung.“
Und die soll, wenn es nach dem Trainer geht, noch nicht an ihrem Ende angekommen sein. Aber leider, leider geht es nicht immer nur nach dem Trainer. „Es ist ärgerlich, dass zu wenig Spieler zum Training kommen und meine Co-Trainer sind manchmal beide nicht da“, verrät Marker und man spürt, wie ihn das wurmt.
Aber er wird weiter sammeln, demnächst Akteure aus der aufgelösten A- und B-Jugend der HNT. Mit ihnen will Marker um einen Kern herum ein neues Team aufbauen, das er in der Kreisliga etablieren und dann mit ihm angreifen will. Obwohl es „mich manchmal stört, dass ich ein Fußballverrückter bin“.
Alexander Marker wird dennoch weiter mit diesen Unzulänglichkeiten leben und Spaß haben. Männer können ja nicht wirklich glücklich sein, wenn sie nicht
irgend etwas sammeln können.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.