Er gründete Wilhelmsburgs Altherren-Auswahl

Der doppelte Uwe: Seeler und Hansen in den 1970er-Jahren. FOTO: Archiv

Uwe Hansen vom Hamburger Fußball-Verband verabschiedet.

Von Horst Baumann. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Uwe Hansen wurde von seinen ehemaligen Kollegen des Sportgerichts beim Hamburger Fußball-Verband (HFV) bei einem Essen im Landhaus Jägerhof in Hausbruch verabschiedet. Aus gesundheitlichen Gründen (vier Wechsel der rechten Knieprothese musste er in den letzten fünf Jahren über sich ergehen lassen), mussten der feierliche Abschied und das gemeinsame Essen mehrfach verschoben werden. Hansen war bereits 2013 als Sportrichter zurückgetreten.

20 Jahre lang – von 1993 an – gehörte der heute 68-Jährige als Beisitzer und teilweise als Verhandlungsleiter dem Sportgericht an. „Es kommt eine sechsstellige Stundenzeit zusammen“, sagte der heutige Sportgericht-Vorsitzende. Christian Koops dankte vor allem für die Unterstüzung, die ihm Uwe Hansen bei der Führung des Sportgerichts als junger Vorsitzender gegeben hatte.
Insgesamt 51 Jahre war Uwe Hansen in Ehrenämtern tätig. Einen Namen hat sich Hansen 1967 mit der Gründung der „Wilhelmsburger Fußball-Altherren-Auswahl“ und dessen „Spendenfonds“ zugunsten behinderter Kinder und Behinderteneinrichtungen gemacht. 32 Jahre leitete er die Auswahl. Er wurde mit hohen Auszeichnungen dekoriert: 1988 die „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ durch den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, 1995 das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ durch Bundespräsident Roman Herzog, 2004 „Goldene Verdienstnadel“ des Deutschen Fußball-Bund und 2010 die „Goldene Ehrennadel“ des Hamburger Fußball-Verbands.

Darüber hinaus machte Uwe Hansen sein Hobby zum Beruf. Nach einem Schüler-Praktikum beim „Bild“-Reporter Horst Freese holte der später bekannte NDR-Sportjournalist Kurt Emmerich 1962 den noch jugendlichen Uwe Hansen nach der großen Flutkatastrophe zur „Wilhelmsburger Zeitung“ (bis 1980), die einen über Hamburgs Grenzen hinaus geschätzten Sportteil hatte.

Elf Jahre arbeitete Hansen beim Elbe Wochenblatt

Als Freier Mitarbeiter prägte Uwe Hansen die Fußball-Berichterstattung aus dem Hamburger Süden außerdem für das „Sport-Megaphon“ (1969-1981), die „Harburger Rundschau im Hamburger Abendblatt“ (1977-1992), baute das „Elbe Wochenblatt“ (1980-1991) als Redaktionsleiter mit auf und war für Sonderberichterstattung für die „Harburger Nachrichten“ (1990-1999) tätig.

Heute lebt Uwe Hansen – gesundheitsbedingt - zurückgezogen in Hausbruch.
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