Ein Sport für alle

Die Jüngste bei den Galaxy Cheers ist drei Jahre alt, der älteste ist 54 – Cheerleading ist ein Sport für jedes Alter.

Neu gegründete Harburger Galaxy Cheers haben bereits 90 Mitglieder

SABINE LANGNER, HARBURG
Cheerleader? Das sind doch diese hübschen, sehr leicht bekleideten Mädchen mit Puscheln in den Händen, die den Sportlern in den USA mit Tänzen die Langeweile in den Pausen vertreiben. Mal abgesehen davon, dass die Puschel „Pompoms“ heißen, stimmt bei den Galaxy Cheers auch sonst wenig vom oben Gesagten.
Die rund 90 Mitglieder des im März gegründeten Vereins vertreiben niemandem die Langeweile. Sie trainieren zwei bis drei Mal die Woche, um bei Cheerleading-Wettkämpfen Preise abzuräumen. Und es sind auch keineswegs nur Mädchen, sondern auch eine ganze Anzahl stattlicher junger Männer dabei. „Wir müssen uns immer gegen solche Vorurteile wehren,“ ärgert sich Yvonne Löwer, Gründerin und Head Coach der Galaxy Cheers. „Dabei ist das, was wir machen, eine olympische Disziplin.“

Musik wird in den USA zusammengeschnitten

Doch so ganz ohne die hergebrachten Vorstellungen kommen die Galaxys nicht aus. Sie haben tatsächlich zweifarbige, glitzernde Pompoms. Und sie bewegen sich zu Musik. Die wird eigens für die Harburger in den USA zusammengeschnitten, wenn Yvonne Löwer die Choreografie für den nächsten Wettkampf zusammengestellt hat. Ansonsten ist Cheerleading hochathletischer Sport. Monatelang trainieren die Mitglieder der sechs verschiedenen Altersgruppen Tanzschritte, den Aufbau von menschlichen Pyramiden und die Königsdisziplin: das Hochwerfen und wieder Auffangen von Teammitgliedern.
„Dabei findet jede Fähigkeit und jeder Sportler einen Platz, der genau richtig für ihn ist“, erläutert Dominic Löwer. „Die kräftigen Männer können gut leichtgewichtige Mädchen in die Luft werfen und wieder auffangen.“ Bei den Galaxy Cheers macht sogar ein kleiner Junge mit, der im Rollstuhl sitzt.
„Er passt prima ins Team und kann bei Pyramiden eine gute Basis bilden“, freut sich Yvonne Löwer.
Überhaupt sei Teamgeist das A und O. „Wenn ein Teammitglied ausfällt“ platzt die gesamte Choreografie.“ Und mit den Vorurteilen können die Sportler auch ganz gut leben. „Ich habe früher American Football gespielt, jetzt bin ich bei den Cheers, kann Salto und FlicFlac und habe unendlich mehr Trainingsvielfalt als früher“, schwärmt der 23-jährige René.
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