Dogan Inam: „Punktabzug eine Farce“

reunde werden Dogan Inam und die Funktionäre des Hamburger Fußballverbands wohl nicht mehr. Foto: Düse

Landesligst FC Türkiye im Clinch mit Verband

Von Waldemar Düse. Viele glauben, dass der FC Türkiye sich auf dem Weg in die Oberliga nur noch selbst im Wege stehen kann. Bis auf den Wandsbeker TSV Concordia haben die Wilhelmsburger in der Fußball-Landesliga Hansa bereits alle Konkurrenten abgehängt. Der Spitzenreiter hat seine Siegesserie mittlerweile auf zwölf „Dreier“ hintereinander ausgebaut.
Damit es in der Liga nicht allzu langweilig wird, hat der Hamburger Fußball-Verband (HFV) dem Verein nun „drei Punkte auf Bewährung“ abgezogen. Der Hintergrund: Ein bis Ende November gesperrter Jugend-Trainer des Klubs sei entgegen verhängter Auflagen im Verein tätig gewesen, und der Verein habe es versäumt, die Einhaltung der Auflagen zu gewährleisten. Die hatten unter anderem darin bestanden, einen Basis-Lehrgang beim HFV zu absolvieren.
In seiner bekannt offenen Art bezeichnete Klub-Chef und Ligatrainer Dogan Inam das Ganze als „eine Farce, gegen die wir vorgehen werden.“ Der Jugendtrainer sei davon ausgegangen, einen Coolness-Tag absolvieren zu müssen und habe nur einmal eine Wäschekiste getragen.
Zudem empfahl Dogan dem Verband dringend, sich um andere wichtige Dinge wie die seit Monaten durch die Amateurfußballszene wabernden Gerüchte um verschobene Oberligaspiele zu kümmern. Konkret: die Oberligabegegnung der vergangenen Saison zwischen dem Bramfelder SV und Germania Schnelsen.
Darauf hat das Präsidium des HFV nun reagiert. Nicht auf den ironisch-sarkastischen Anwurf Dogans, sondern auf die Gerüchte an sich. Die scheinen nämlich wesentlich mehr als nur Gerüchte zu sein.
Vor diesem Hintergrund sind die Durchführungsbestimmungen des Spielbetriebs ergänzt worden. Von der kommenden Saison an müssen alle Spieler der Ober- und Landesliga eine Verpflichtung unterschreiben. Danach ist es untersagt, „auf Gewinnerzielung gerichtete Sportwetten selbst oder durch Dritte, insbesondere nahe Angehörige, für eigene oder fremde Rechnung auf den Ausgang oder den Verlauf von Fußballspielen oder Fußballwettbewerben an denen die eigene Mannschaft beteiligt ist, abzuschließen.“
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