Die zwei Seiten des Sports

Mit der Medaille bei der Hamburger Sportgala: Mia Meyer neben den Ruderern Marten Noske (li.) und Torben Johannesen, dem jüngerer Bruder des preisgekrönten Sportlers des Jahres. Foto: pr

Die Kolumne von Mia Meyer.

Roter Teppich, bekannte Gesichter, Fotografen und wunderschöne Kleider. Die Gäs-te hatten sich zurecht gemacht. Unter den wallenden Abendkleidern versteckten sich dezent die Konturen der Muskeln und zwischen den dunklen Anzügen huschte das Maskottchen des HSV Handballs umher. Aber auch einige Spieler in Eishock-eyausrüstung ließen vermuten, dass es sich bei der 7. Hamburger Sportgala in der Handelskammer nicht um eine langweilige Abendveranstaltung handelte.
Bevor die Show mit Stars wie Marc Bator, Johannes B. Kerner, Franziska van Almsick und Susi Kentikian begann, bekamen die 200 erfolgreichsten Hamburger Sportler von Vertretern aus der Politik eine Medaille verliehen. Neben potentiellen Olympiateilnehmern eine Auszeichnung entgegen zu nehmen und anschließend beim Gruppenfoto Schulter an Schulter mit den im Laufe des Abends ausgezeichneten Sportlern des Jahres zu stehen, ist eine große Ehre für mich und der Duft des Erfolgs macht Lust auf mehr.
Anschließend begann der eigentliche Teil des Abendprogramms. Zwischen jeweils drei Finalisten wurden die Titel Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres, sowie ein Ehrenpreis verliehen. Durchgesetzt haben sich die Hockey-Spielerin Janne Müller-Wieland, der HSV Handball und was mich besonders berührt hat, Ruderweltmeister und Deutschland-Achter-Mitglied Eric Johannesen. Das Vorstellungsvideo auf der riesigen Leinwand verursachte bei mir eine Gänsehaut. Die Harmonie von Kraft und Eleganz des gleitenden Bootes fesselte die 1.000 Zuschauer. Ein Moment, den ich nicht loslassen möchte. Bei diesen Bildern lässt sich die schweißtreibende und harte Realität leicht vergessen, doch der Kontrast zeigt, dass die körperliche Arbeit auch belohnt wird. Der Sport hat zwei Seiten. Die des Trainings und die des Erfolgs.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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