Der zweite Matchball für den Aufstieg

Torgefährlich, aber glücklos: Am Mittwoch blieb Süderelbes pfeilschneller Torjäger Rustam Weizel (links) ohne Erfolgserlebnis. Morgen im Heimspiel gegen Glinde will er den FCS zum Aufstieg schießen. Foto: rp

Fußball: Süderelbe II braucht noch einen Punkt für die Bezirksliga.

Aufgrund unserer schlechten zweiten Halbzeit haben wir verdient verloren“, sagte Süderelbes Trainer Michael Hinrichs nach der 1:3-Niederlage gegen Roland Wedel auf neutralem Platz an der Max-Brauer-Allee. Seine Mannschaft verpasste damit die Chance, den Bezirksliga-Aufstieg vorzeitig einzutüten. Im abschließenden Relegationsspiel gegen den bereits als Bezirksligisten feststehenden TSV Glinde reicht den Neugrabenern am morgigen Sonntag, 3. Juni, auf dem Opferberg (15.00 Uhr) bereits ein Unentschieden, um ebenfalls aufzusteigen.
„Wir haben in der ersten Halbzeit viele Chancen liegen gelassen“, kritisierte Hinrichs. Ebenso verärgert war er über einen „ka-tastrophal holprigen Rasenplatz“.“ Für seine Spieler sei es unmöglich gewesen, ihr gewohntes schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. „Trotzdem waren wir in der ersten Hälfte total überlegen.“ Mehr als das 1:0 (38. Spielminute) durch Marco Mohr gelang aber nicht.
Wie verwandelt betraten beide Teams den Rumpelrasen nach dem Seitenwechsel: Süderelbe II total ängstlich und die Wedeler giftig und druckvoll. Die ersten beiden Gegentore (52., 73.) wurden jedoch durch katastrophale Torwartfehler vorbereitet. Das 1:3 (89. Spielminute ) – ein anspruchsvoller Lupfer – war das berühmte Tüpfelchen.
Zwar hatte Hinrichs vorher alles, was an Offensivkräften zur Verfügung stand, eingewechselt, „aber obwohl wir in der Schlussphase viel Druck gemacht haben, hatten wir keine klaren Chancen mehr“, so der Coach.
Den Trainer hat das in eine Situation gebracht, „die für mich grauenvoll ist.“ Er musste nämlich vor dem alles entscheidenden Aufstiegsduell eine seit langem geplante Mallorca-Ausfahrt mit einigen Fußball-Größen des Vereins von früher antreten. „Ich wäre ja hier geblieben, aber meine Frau . . . Immerhin durfte ich mein Handy mitnehmen.“ Alles klar. Für Hinrichs wird Liga-Trainer Jean-Pierre Richter die Mannschaft coachen. „Ich habe volles Vertrauen in ihn und meine Jungs.“
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